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Blick hinter die Kulissen

MVZ Engers bietet eine umfassende Versorgung für die Region

ENGERS. Seit eineinhalb Jahren hat das neue Ärztehaus, Therapiezentrum und Förderzentrum „Am Hohen Rhein“ in Engers seine Pforten geöffnet – am Freitag, 26. August, sind die Anwohnerinnen und Anwohner eingeladen, den Neubau auch von Innen zu besichtigen. Coronabedingt war es bisher nicht möglich, einen Tag der offenen Tür anzubieten. Doch nun freuen sich die Verantwortlichen, allen direkten Nachbarn den eindrucksvollen Bau, der es unter anderem auf die so genannte Shortlist bemerkenswerter Bauwerke Deutschlands des Deutschen Architekturmuseums geschafft hat, zu präsentieren.

Als offenes Zentrum wird hier Inklusion vorangetrieben und eine individuell passende, umfassende und ganzheitliche Versorgung sichergestellt. Im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) erwartet die Menschen aus der ganzen Region ein umfassendes Angebot mit spezialisierten Ärzten, Therapeuten und Beratungsstellen sowie das MZEB: das Medizinische Behandlungszentrum für Erwachsene mit Behinderung. Gleichzeitig ermöglicht das Heinrich-Haus seinen Werkstattbeschäftigten mit besonderem Unterstützungsbedarf, im Förderzentrum am Arbeitsleben teilhaben zu können. Die Wege für die Menschen werden demnach kürzer, weil das Heinrich-Haus jetzt die nötige Expertise unter einem Dach vereint.

Auch für Therapeutinnen und Therapeuten aus den Bereichen Logopädie, Ergotherapie und Physio-therapie bietet sich hier ein interessantes Arbeitsfeld: „Bei uns findet Therapie nicht ausschließlich im Therapieraum statt – wir Therapeuten kooperieren und arbeiten eng vernetzt mit den Werkstätten, Wohnheimen und Fördergruppen und arbeiten direkt vor Ort mit den Menschen, die im Heinrich-Haus leben und arbeiten“, erläutert Julia Pörtner. Die Leiterin der Praxis für Logopädie im MVZ weiß gleichzeitig die interdisziplinäre Ausrichtung zu schätzen: Ärzte, Heilerziehungspfleger, Pädagogen und Therapeuten arbeiten hier Hand in Hand. Besonders spannend ist unter anderem die Zusammenarbeit von Logopäden und den Kollegen in der BUK (der Beratungsstelle Unterstützte Kommunikation). Menschen, die sich aufgrund von Behinderung, Krankheit oder Unfall nicht oder eingeschränkt über Lautsprache verständigen können, haben hier die Möglichkeit, gemeinsam mit den Therapeuten individuelle Alternativen von der Mimik über Sprachausgabegeräte bis zur Symbolkommunikation zu erarbeiten. Ein weiterer praktischer Vorteil ergibt sich aus der Größe der Ein-richtung: „Wer bei uns als Arzt oder Therapeut arbeitet, muss nicht nebenbei noch ans Telefon ge-hen oder Rezepte anlegen. Das läuft über die Kollegen in der zentralen Anmeldung“, so Pörtner. Im MVZ mit den ärztlichen und therapeutischen Praxen sind derzeit etwa knapp 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, davon aktuell 8 Fachärzte.

Weitere Infos zum Angebot des Medizinischen Versorgungszentrums – inkl. aktueller Stellenangebote – gibt es bei Julia Pörtner, y (02622) 892-3816, per Mail: julia.poertner@ heinrich-haus.de oder auf der Website: https://heinrich-haus.de/ gesundheit/medizin-therapie/

Neuwied AW vom Samstag, 20. August 2022, Seite 5 (26 Views)

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