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Jiddische und Hebräische Lieder im Mariendom

Konzert mit „Gofenberg & Chor“ findet am 9. Oktober in Andernach statt

ANDERNACH. In Zusammenarbeit der Pfarrei Maria Himmelfahrt mit dem Freundschaftskreis Dimona-Andernach kann nun endlich das bereits für 2020 geplante Konzert mit „Gofenberg & Chor“ am Samstag, 9. Oktober (18 Uhr), im Mariendom stattfinden.

Der Chor von Jossif Gofenberg ist in Berlin zu Hause und hat bereits Konzerte in Antwerpen, Vilnius, Stettin und Krakau gegeben. Dass er nun nach Andernach kommt, hat mit verwandtschaftlichen und freundschaftlichen Beziehungen zu tun. Die in Andernach geborene Edith Weber ist aktives Mitglied des Chores in Berlin. So hat man auch in Berlin von der Städtepartnerschaft Dimona-Andernach und dem hiesigen Interesse an jüdischer Kultur erfahren. Dies hat beim Chor den Wunsch geweckt, nach Andernach zu kommen. Die Pfarrgemeinde Maria Himmelfahrt hat gerne die Gelegenheit genutzt, den Auftritt in die 800 Jahrfeier des Mariendoms zu integrieren.

Der Chor geht hervor aus einem Volkshochschulkurs der jüdischen Gemeinde zum Liederkurs „Lomir ale zingn“. Chorleiter Jossif Gofenberg stammt aus einer jiddisch-deutschsprachigen Familie in der heutigen Ukraine und hat schon als Kind Akkordeon gespielt. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Lieder aus dem osteuropäischen „Shtetl“ lebendig zu halten. Sie erzählen zumeist Geschichten aus dem menschlichen Alltag von Liebe und Leid, Freude und Schmerz. Nach und nach hat sich das Repertoire um hebräische Lieder erweitert. Mit seinen Konzerten fühlt sich der Chor, gerade auch im Rückblick auf die Nazi-Zeit, den Gedanken von Toleranz und Völkerverständigung verbunden. Jossif Gofenberg hat dafür in diesem Jahr durch den Bundespräsidenten das Verdienstkreuz erhalten

Für das Konzert, das um 18 Uhr beginnt, gelten die dann aktuellen Corona-Regeln. Es wird eine Pause geben, mit der Möglichkeit, vor dem Pfarrheim auch eine Erfrischung zu sich zu nehmen. Am Ende des Konzerts wird um eine Spende gebeten. Die Pfarrei ermöglicht auch, dass das Konzert aufgezeichnet und zu einem späteren Zeitpunkt über den „Offenen Kanal“ und You Tube zu sehen sein wird.

Die Chormitglieder nutzen während des Aufenthaltes gerne de Gelegenheit, die Stadt Andernach kennenzulernen. Da stehen neben Begegnungen auch eine Stadtbesichtigung auf dem Programm, einschließlich der Mikwe, des Judenbads, unter dem historischen Rathaus. Die geplante Benennung des Platzes gegenüber dem Rheintor nach Ernst Loeb, dem bekannten jüdischer Bürger aus Andernach, ist bei den Chormitgliedern sehr positiv aufgenommen worden.-red-

Andernach AW vom Samstag, 2. Oktober 2021, Seite 1 (31 Views)

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