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Was macht die Zeitarbeit?

Kostenlose Broschüre der Bundesagentur für Arbeit erschienen

Mit den aktuellen Entwicklungen in der Zeitarbeit beschäftigt sich eine neue 26-seitige Broschüre der Bun-desagentur für Arbeit (BA), die ab sofort kostenlos im Internet abrufbar ist.

Darauf hat die Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar hingewiesen. Demnach ist die Anzahl der Leiharbeiter im langfristigen Vergleich mit hoher Dynamik gewachsen. Zuletzt habe es allerdings deutliche Rückgänge gegeben, die zumindest bis in den Herbst 2018 hinein auch durch die letzten gesetzlichen Regulierungen verursacht worden seien. 2019 sei der Stellenabbau vor allem auf die konjunkturelle Abschwächung zu-rückzuführen gewesen. In den Zah-len zur Leiharbeit spiegelt sich die Verschärfung der Corona-Krise bereits in Ansätzen wieder. Für den gesamten Wirtschaftszweig der Zeitarbeit zeigen sich seit Jahresbeginn 2020 deutliche Einbußen.

Im gleitenden Jahresdurchschnitt habe die Zahl der Leiharbeitnehmer bis Juni 2020 bei 781.000 Beschäftigten gelegen. Bis Juni 2019 waren es noch 948.000 Beschäftigte. Der Anteil der Zeit-arbeiter an der Gesamtbeschäftigung betrug im Juni vorigen Jahres 2,2 Prozent (Juni 2019: 2,5 Prozent). Jeder Zweite übe eine Helfertätigkeit aus (bei allen Beschäftigten trifft dies nur auf jeden Fünften zu). Die Mehrzahl der Zeitarbeiter ist laut Studie männlich und jünger. Personen ohne Berufsabschluss sind anteilig deutlich häufiger vertreten als bei den Beschäftigten insge-samt. Auch der Ausländeranteil sei vergleichsweise hoch. Die Zeitarbeitsbranche biete diesen Personenkreisen gute berufliche Einstiegsmöglichkeiten. Gleichzeitig tragen Beschäftigten in der Branche allerdings ein überdurchschnittlich hohes Risiko, aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung heraus arbeitslos zu werden. Ab der Jahresmitte 2018 habe das Entlassrisiko deutlich zugenommen, sei – nach dem Höhepunkt im Frühjahr 2020 – wieder leicht rückläufig. Über alle Branchen sei es in diesem Zeitraum konstant geblieben und erst im Zuge der Corona-Krise ab April 2020 leicht angestiegen. 13 Prozent der Zugänge in Arbeitslosigkeit aus Beschäf-tigung am ersten Arbeitsmarkt und 15 Prozent der Arbeitsaufnahmen aus der Arbeitslosigkeit beziehen sich auf die Zeitarbeit.

Die Studie belegt aber auch, dass siebzig Prozent der Arbeitslosen, die eine Beschäftigung in der Zeitarbeit aufgenommen haben, auch nach zwölf Monaten noch beschäftigt sind, teilweise jedoch in anderen Branchen. Die Bruttoentgelte in der Zeitarbeit liegen laut Publikation deutlich unter dem Durchschnitt aller Branchen. Auch wenn sich die Dynamik zuletzt abgeschwächt ha-be, zeichne sich die Zeitarbeitsbranche nach wie vor durch einen vergleichsweise hohen Ar-beitskräftebedarf aus. Die Broschüre ist im Internet unter https://bit.ly/36QKdN6 abrufbar.-red-

Bad Camberg AW vom Samstag, 20. Februar 2021, Seite 6 (58 Views)

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