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Stabile Werte auf dem Arbeitsmarkt

Folgen des zweiten Lockdowns werden noch erwartet / Arbeitslosenquote bleibt bei 5,3 %

REGION. Der harte Lockdown zeigt im Dezember vorerst nur geringe Auswirkungen auf die monatliche Statistik der Arbeitsagentur Neuwied. Ende Dezember waren im Agenturbezirk 9131 Menschen arbeitslos – lediglich 10 Personen mehr als im November. Die Arbeitslosenquote bleibt auf 5,3 %.

Im Vorjahr gab es 1685 Arbeitslose weniger bei einer Quote von 4,4 % (+0,9 Prozentpunkte). Positiv daran ist, dass der Abstand zu den Werten der Arbeitslosigkeit im Vorjahr bereits seit vier Monaten kontinuierlich kleiner wird. Das bedeutet: „Nach dem großen krisenbedingten Einbruch zur Jahresmitte hin hat sich der Arbeitsmarkt in den letzten Monaten langsam erholt“, so Karl-Ernst Starfeld, Leiter der Arbeitsagentur Neuwied. Allerdings sind die Folgen des verschärften Lockdowns ab 16. Dezember, der die Schließung zahlreicher Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe mit sich bringt, in den aktuellen Zahlen noch nicht erkennbar. „Wir erwarten, dass die Werte sich ab Januar wieder verschlechtern“, so Starfeld. Dafür sprechen die Zahlen der Kurzarbeit-Anzeigen. „Im Dezember sind 161 Erstanzeigen bei uns eingereicht worden, das ist der vierthöchste Wert seit Pandemiebeginn. Diese Zahl erfasst nur die Arbeitgeber, die bislang noch keine Kurzarbeit angezeigt haben“, erklärt Karl-Ernst Starfeld.

Auch in der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung schlägt sich die Krise nieder. Zum Stichtag 30. Juni 2020 (der Wert wird aufgrund von Nachmeldefristen stets mit 6 Monaten Verzögerung herausgegeben) waren 101 340 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt; das ist ein Minus von genau 900 Personen bzw. 0,9 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahresquartal. Es ist auch seit Jahren das erste Mal, dass der Wert gegenüber dem ersten Quartal nicht gestiegen, sondern zurückgegangen ist. Dennoch: „Dank Kurzarbeit haben wir immer noch einen der höchsten Beschäftigungsstände der letzten Dekade“, sagt Karl-Ernst Starfeld. Ein weiterer Trend der letzten Monate bestätigt sich auch im Dezember: Im Vorjahresvergleich ist die Zahl der direkten Zugänge aus Erwerbstätigkeit in Arbeitslosigkeit rückläufig (-134), während die Abgänge in Erwerbstätigkeit steigen (+98).

Die Zahl der arbeitslosen Personen, die von der Arbeitsagentur betreut werden und meist nicht länger als ein Jahr ohne Job sind, ist in den letzten vier Wochen um 63 Personen auf 4305 (47,1 %) gesunken, während die Zahl der Personen, die beim Jobcenter geführt werden und ihren Lebensunterhalt aus der Grundsicherung bestreiten, um 73 Personen auf 4826 (52,9 %) gestiegen ist.

Und auch der Stellenmarkt lässt Hoffnungen zu. Dem Arbeitgeberservice wurden in den vergangenen vier Wochen 480 neue Stellen von den regionalen Betrieben gemeldet, immerhin 36 (8,1 %) mehr als im Vorjahr. Damit liegt der Wert erstmals seit Februar 2020 wieder über dem Vorjahreswert. Der Bestand der Stellenangebote sinkt im Vorjahresvergleich um 623 auf 2071 Stellen.

Im Kreis Altenkirchen haben derzeit 3813 Personen keine Beschäftigung, somit nur zwei mehr als im November, aber 741 mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote bleibt bei 5,3 % und liegt 1,0 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. -red-

Westerwald-Rundschau AW vom Samstag, 9. Januar 2021, Seite 6 (6 Views)

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