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223 000 Einsätze der „Gelben Engel“

Virtuelle Mitgliederversammlung: ADAC Mittelrhein mit positiver Jahresbilanz

REGION. Der ADAC Mittelrhein hat auf seiner virtuellen Mitgliederversammlung eine positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2019 gezogen.

„Gerade in dieser herausfordernden Zeit zeigt sich: Der ADAC ist eine sehr starke Gemeinschaft, die immer auch das Allgemeinwohl im Blick hat und allen mit Hilfe, Rat und Schutz zur Seite steht“, betonte Dr. Klaus Manns, Vorsitzender des ADAC Mittelrhein, in seiner Rede, in der er auf das vergangene Geschäftsjahr zurückblickte – und für das Schatzmeister Dr. Mathias Grünthaler sehr erfreuliche Zahlen verkünden durfte. Zum 31. Dezember 2019 verzeichnete der Regionalclub mit 743 187 Mitgliedern einen weiteren Mitgliederzuwachs. Das waren 17 384 Mitglieder mehr als im Vorjahr des gleichen Zeitraums.

Zu den klassischen Kernleistungen des ADAC zählen nach wie vor die Pannenhilfe und die Luftrettung. Rund 223 000 Mal waren die „Gelben Engel“ im vergangenen Jahr in Rheinland-Pfalz (RLP) im Einsatz. Die fünf in RLP stationierten Hubschrauber der gemeinnützigen ADAC Luftrettung flogen 7941 Einsätze und übertrafen damit das hohe Niveau des Vorjahres mit 7474 Einsätzen.

Verbraucherschutz, Verkehrssicherheitsprogramme, Fahrsicherheitstrainings, physischer und virtueller Motorsport (u. a. ADAC Truck-Grand-Prix/ ADAC Digital Cup), sowie die persönliche Vor-Ort-Betreuung in den fünf ADAC Geschäftsstellen in Koblenz, Mainz, Trier, Bad Kreuznach und Idar-Oberstein gehören ebenfalls zum Service des Regionalclubs.

„Wir sind ein agiler Verein und unser Fokus liegt neben den klassischen Mitgliederleistungen auf die Erschließung neuer Betätigungs- und Geschäftsfelder, die uns erlauben, unabhängig von den Mitgliedsbeiträgen, unsere Vereinszwecke, insbesondere auch den Motorsport zu verfolgen“, betonte Manns. Als Beispiele nannte er den für die eigenen Ortsclubs ins Leben gerufenen ADAC Digital-Cup für virtuellen Motorsport und die ADAC SimRacing-Expo, die inzwischen zu eine der weltweit größten Messen für digitalen Motorsport avanciert ist.

Mit der positiven Geschäftsentwicklung ging die Entlastung des Vorstands einher. Finanz-Vorstand Dr. Mathias Grünthaler stand zur Wahl und wurde von den Mitgliedern wiedergewählt. Ausgeschieden ist hingegen Sport-Vorstand Franz-Rudolf Ubach. Nach zwölf Jahren Vorstandstätigkeit für den ADAC Mittelrhein legte der gebürtige Cochemer sein Amt nieder. In Anerkennung seiner Verdienste wurde Ubach zum Ehrenvorstand des ADAC Mittelrhein ernannt. Als Nachfolger wählten die Mitglieder Axel Friedhoff aus Wittlich. Neben Franz-Rudolf Ubach wurde Wolfgang Smuda verabschiedet, der 18 Jahre lang dem Beirat für die Aus- und Fortbildung von Sportwarten angehörte. Aufgrund der satzungsbedingten Altersbeschränkung scheidet er ebenso wie die Ehrenratsmitglieder Bernd Weinel, Hermann-Josef Ternes und Erwin Dietz aus.

In diesem Zusammenhang verwies Manns auf den wichtigen Beitrag des Ehrenamtes. Die Ehrenamtlichen bilden das Rückgrat jeder Veranstaltung, ihr Einsatz sei für den Erfolg des ADAC Mittelrhein auch in Zukunft unabdingbar.

Die Corona-Pandemie hat indes auch Auswirkungen auf ADAC Mittelrhein – von der zwischenzeitlichen Schließung der Geschäftsstellen und die in Folge der Reise-Restriktionen fehlende Kundschaft bis hin zur Absage von Veranstaltungen wie ADAC Truck-Grand-Prix, Mittelrhein Classic, Sportlerehrung, Ortsclubtagung oder ADAC Ball, der nach der Mitgliederversammlung hätte stattfinden sollen.

Manns sieht in der Krise für den ADAC auch eine Chance. „Wenn mehr Menschen im eigenen Pkw unterwegs sind, um sich vor einer Infektion zu schützen, dann sind unsere Kernleistung Pannenhilfe und unsere Mitgliedschaft gefragter denn je. Drumherum lassen sich neue Leistungen und Produkte schnüren. Diese Chance wollen wir für uns nutzen.“-red-

Rhein-Wied AW vom Samstag, 21. November 2020, Seite 3 (1 View)

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