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Den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern

BAD MARIENBERG. -jac- „Mein Vater hat immer zu mir gesagt: ‚Du bist wie eine Wundertüte – in jeder Ecke eine Überraschung‘“, erinnert sich Tina Hüsch aus Bad Marienberg, die sich auch selbst gerne als solche beschreibt. Treffender könnte dies kaum sein, denn die 45-Jährige ist immer für eine Überraschung gut. Der quirlige Rotschopf ist bunt – ihre Kleidung, ihre Einrichtung, ihre Seele. Und das trägt sie auch stolz nach außen, nimmt sich selbst nicht zu ernst. Getreu dem Motto „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“, geht sie durchs Leben und versucht dabei immer, diese ein Stück bunter zu machen und den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. „Bei so vielen Dingen heißt es immer man darf dies und jenes nicht sagen oder tun, und ich frage mich dann immer, warum denn nicht? Wenn man etwas denken kann, kann man es auch sagen. Ich war als Kind schon schrecklich und habe immer gesagt, was ich denke“, erinnert sie sich. Wenn andere Menschen peinlich berührt sind, lässt sie sich davon nicht beirren. „Ich war letztens mit meinem Hund Anton spazieren und da ist mir ein älteres Ehepaar begegnet. Der Mann hat meinem Hund ein Kompliment, dann ein Witzchen gemacht. Das Gesicht seiner Frau veränderte sofort die Farbe, aber der Mann und ich haben uns amüsiert und so sollte es eben auch sein. Wenn man nicht zusammen lacht, geht auch der Zusammenhalt verloren, den wir gerade jetzt alle so dringend brauchen“, berichtet die flippige Frau. Tina wurde als Winterkind im Februar in Hachenburg geboren und ist auf dieser Welt, um alles mit anderen Augen zu sehen und fasziniert festzustellen, dass alles im Kern aus Buchstaben besteht. Für die 45-Jährige ist ein weißes Blatt Papier die Bühne ihrer Seele, auf der sie sich gerne austobt. Und wenn der Vorhang aufgeht, können ihre Ideen zur Ewigkeit werden. „So lebe ich schon seit einer sehr langen Zeit. Ich habe vergessen wer ich eigentlich war, bis ich mich selbst zwischen vielen Buchstaben wiederfand“, sagt der kreative Kopf. „Da schläft zwischen der Hexe und dem kleinen Teufelchen die Verrückte, und diese hält die gute Fee an der Hand, die es schafft, einem Engel Flügel zu geben, bis ihn der Wahnsinn wieder auf den Boden der Tatsachen holt, wo ihn direkt der Wirbelwind meiner Energie zum Fliegen bringt.“ Mit ihrer erfrischenden, bunten und offenen Art, bringt sie ihre Gedanken zu Papier und verhilft damit nun auch anderen Menschen, die Wunder ihrer eigenen Seelen zu finden, mit dem Ziel, die Welt ein Stückchen bunter zu machen – gerade in der jetzigen, doch eher tristen und grauen (Jahres)Zeit. Denn vor kurzem veröffentlichte Tina ihren ersten Gedichtband „Rummelplatz meiner Seele“, der im Verrai-Verlag erschienen ist. Das von ihr selbst liebevoll illustrierte Werk nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die Möglichkeiten von Poesie und Wahnsinn. Fortsetzung im Innenteil auf Seite 2. Fotos: privat

Westerwald-Post AW vom Samstag, 7. November 2020, Seite 1 (3 Views)

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