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„Nach-Corona-Zeit“

bei Frauen gegen Gewalt

Kräftiger Anstieg der Beratungszahlen zu verzeichnen

WESTERBURG. Nach dem weitreichenden Lockdown Mitte März zur Eindämmung der Ausbreitung des COVID-19-Virus ist unser Alltag durch zahlreiche Lockerungen in vielen Teilen zurückgekehrt.

Es gab von Anfang an Befürchtungen, dass es durch die vermehrte Gebundenheit an das häusliche Umfeld zu einer Zunahme an Gewalt in engen sozialen Beziehungen und sexualisierter Gewalt kommen würde. Es wurden Aktionen wie „#stärkeralsgewalt“ gestartet und Aushänge an Geschäften und öffentlichen Orten platziert.

Dadurch wurde das Thema in die Medien getragen.

Nicht zuletzt solche Aktionen und auch die zunehmenden Lockerungen sorgen dafür, dass Betroffene sich Hilfe holen.

Somit ist ein kräftiger Anstieg der Beratungszahlen zu verzeichnen, die noch im März und April fast ausschließlich telefonisch oder über die sichere Online-Plattform stattfanden, zunehmend wieder face-to-face.

Die Mitarbeiterinnen des Vereins Frauen gegen Gewalt e.V. stellen auch eine veränderte Dynamik in der Gewalt fest: Sie nimmt an Härte sowie Grausamkeit zu und findet zunehmend über digitale Formen statt. „Für uns bleibt viel zu tun“, konstatiert Gaby Krause als Geschäftsführerin des Vereins.

Der Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (bff) ist eine der begünstigten Organisationen der Kampagne „#sicherheim“. Das ist eine Kampagne/Aktion, für die sich Prominente, die UFA Filmproduktion, die Agentur Die Botschaft und andere Partner zusammengeschlossen haben, um etwas gegen häusliche Gewalt / Gewalt gegen Frauen zu tun und um Spenden zu sammeln.

„Wir sind dankbar, wenn Gewalt im sozialen Nahbereich kein Tabu bleibt, sondern die Bekämpfung als gesellschaftliche Aufgabe gesehen wird“, so Gaby Krause.

Leider ist die finanzielle Situation für den Verein Frauen gegen Gewalt e. V. durch die Krise sehr angespannt, denn es muss ein Teil der notwendigen Arbeit durch Schulungen, Info-Veranstaltungen oder WenDo-Kurse sowie wichtige Spenden, z. B. durch das Lila Lädchen, erarbeitet werden. Hier sind wichtige Einnahmen weggebrochen. -red-

Westerwald-Post AW vom Samstag, 1. August 2020, Seite 3 (13 Views)

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