Neuwieder Rundschau

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Letzte Chance für Unbelehrbare

Maßnahmen verschärft nach Nichteinhaltung der freiwilligen Vorgaben

REGION. -dko/hel- Die Corona-Pandemie stellt das gesamte gesellschaftliche Leben vor ungeahnte, in dieser Form nie da gewesene Herausforderungen. Nachdem die Landesregierung Rheinland-Pfalz schon am Freitag die Einschränkungen für das öffentliche Leben verschärft hatte, wurden am Sonntag zwischen Bund und Ländern weitere Einschränkungen vereinbart – zunächst für zwei Wochen. So gilt jetzt: Maximal zwei Personen dürfen sich an einem Ort aufhalten!

Ausnahmen gelten für Familien und der Haushaltsgemeinschaft angehörige Personen. Auf eine komplette Ausgangssperre einigten sich Bund und Länder nicht. Bayern und Sachsen z.B. scherten aus und verhängten eine solche bzw. verschärften ihre Maßnahmen. Bereits fürs Wochenende war in Rheinland-Pfalz die Schließung von gastronomischen Betrieben angeordnet worden.

Viele Bürger hätten sich nicht an die zuvor freiwilligen Vorgaben und Empfehlungen gehalten, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Sprach sie noch am Freitag vom „letzten Appell“ folgte am Sonntag der radikalere Kurs. Dies ist die letzte Chance für Unbelehrbare, um eine Ausgangssperre zu verhindern. Die Ordnungskräfte werden die Vorgaben strenger überwachen, Versammlungen mit mehr als zwei Personen umgehend auflösen. Bei Verstößen drohen teilweise drastische Bußgelder oder sogar Gefängnisstrafen.

Folgende Maßgaben sind einzuhalten:

Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands sind auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.

Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet.

In der Öffentlichkeit ist, wo immer möglich, zu anderen als den Angehörigen des eigenen Hausstands, ein Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten.

Feiern auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen oder privaten Einrichtungen sind unzulässig.

In allen Betrieben sind die Hygienevorschriften einzuhalten und Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Besucher umzusetzen. Folgende Einrichtungen sind geschlossen:

Restaurants, Speisegaststätten, Mensen, Kantinen, Cafés, Eisdielen, Internetcafés und ähnliche Einrichtungen.

Thermen, Solarien, Wellnessanlagen, Friseure, Kosmetikstudios, Nagelstudios, Tattoostudios, Massagepraxen und ähnliche Einrichtungen.

Fahrschulen (einschl. Fahrschulprüfungen in Räumlichkeiten des TÜV) und ähnliche Einrichtungen.

Bibliotheken und ähnliche Einrichtungen.

Sportboothäfen und ähnliche Einrichtungen.

Zulässig bleiben:

Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause durch Restaurants, Gaststätten und Cafés.

Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere, individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft (Abstand beachten) sowie andere notwendige Tätigkeiten.

Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben weiter möglich, u.. Physiotherapien, medizinische Fußpflege.

Sicherheit im Lebensmittelhandel

Der Lebensmitteleinzelhandel wurde nochmals auf die besondere Bedeutung der verpflichtenden Einhaltung von Hygieneregeln und Maßnahmen hingewiesen, dazu gehört auch das Einhalten von Abstandsregeln. U.a. sollen Einkaufswagen in regelmäßigen Abständen desinfiziert werden, Desinfektionsmöglichkeiten an Ein-/Ausgängen eingerichtet werden, Einweghandschuhe für lose, nicht verpackte Waren bereit liegen.

Neuwieder Rundschau vom Mittwoch, 25. März 2020, Seite 1 (35 Views)

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