Westerwald-Rundschau

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Der Lückenschluss in der Region beginnt

Initiative „Anschluss Zukunft“ verzeichnet Erfolg / Es gibt konkrete Planungen für die Ortsumgehung B 8 Hennef-Uckerath

ALTENKIRCHEN. Gute Nachrichten für Unternehmen und Pendler aus dem Landkreis Altenkirchen: Die dringend benötigte Ortsumgehung Hennef-Uckerath wird kommen. Gemeinsam mit Dr. Hendrik Schulte, Staatssekretär im Verkehrsministerium NRW, wurde ein Weg für die Umsetzung gefunden. Die Planungen beginnen. Der Startschuss ist auch ein Erfolg der Initiative „Anschluss Zukunft“. Acht Jahre lang hatte sich der Verbund für eine schnelle Ost-West-Verbindung zwischen den Autobahnen A3 (Köln/Bonn) und A 45 (Siegen) und eine Ortsumgehung der B 8 in Hennef-Uckerath eingesetzt.

Die Ortsumgehung ist der erste Schritt hin zu dem lange geforderten Lückenschluss des Gesamtkorridors zwischen den Autobahnen A3 und A45. Die Entscheidung zur Umsetzung fiel nach einem Gespräch der Landräte des Kreises Altenkirchen, Dr. Peter Enders, und des Rhein-Sieg-Kreises, Sebastian Schuster, sowie Björn Franken, MdL NRW, und dem Bürgermeister der Stadt Hennef, Klaus Pipke, mit dem Staatssekretär Dr. Hendrik Schulte im Verkehrsministerium in Düsseldorf. Vertreter der IHK Bonn/Rhein-Sieg und IHK Koblenz stellten im Gespräch auch die Bedeutung des Lückenschlusses für die regionale Wirtschaft heraus. Schulte sicherte zu, das Anliegen mit Nachdruck zu verfolgen. Die Stadt Hennef wird die Planung der Ortsumgehung der B 8 in Hennef-Uckerath für den Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen betreiben.

IHK ist Mitinitiator

„Für die Pendlerströme am Hennefer Nadelöhr bewirkt die Ortsumgehung eine enorme Entlastung. Für den perfekten ‚Anschluss Zukunft‘, mit Lückenschluss des Gesamtkorridors A3 und A 45, erhoffen wir uns natürlich auch weiterhin die Unterstützung des Verkehrsministeriums RLP“, betont Oliver Rohrbach, Regionalgeschäftsführer der IHK-Geschäftsstelle in Altenkirchen. Die IHK-Regionalgeschäftsstelle Altenkirchen ist Mitinitiator der Kampagne „Anschluss Zukunft“. Die Kampagne macht bereits seit über acht Jahren öffentlichkeitswirksam auf die Notwendigkeit der Verkehrsanbindung der Region aufmerksam. Der Altenkirchener Landrat Enders, der sich bereits während seiner Zeit als Landtagsabgeordneter stets für die Ortsumgehung des Hennefer Stadtteils Uckerath stark gemacht hat, zeigte sich erfreut, dass er nun in neuer Funktion das Thema weiter voranbringen kann: „Für den Kreis Altenkirchen ist die B 8 Richtung Bonn unverzichtbar. Es ist gut, das jetzt alle Beteiligten länder- und kreisübergreifend an einem Strang ziehen!“

„Der Ausbau der Infrastruktur bringt mehr Mobilität und sorgt für weniger Abgase durch weniger Staus“, sagt Andy Becht, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Verkehrsministerium. Das sei gelungene Verkehrspolitik über Ländergrenzen hinweg, von der die Bürgerinnen und Bürger auf beiden Seiten profitierten. Er bedankte sich bei seinem Kollegen in Nordrhein-Westfalen und bei den vielen Akteuren vor Ort, deren Bemühungen das Land gerne unterstützt habe und auch weiterhin unterstützen werde.

Das Interesse ist insbesondere auch in der Unternehmerschaft groß. Christoph Böhmer, geschäftsführender Gesellschafter von Böhmer Maschinenbau und IHK-Beiratsvorsitzender, engagiert sich als Sprecher der Kampagne. Er zeigt sich sehr optimistisch: „Wir alle können ein Stück weit erleichtert sein, wenn die Planungen der Ortsumgehung B 8 Hennef-Uckerath begonnen werden. Somit passt sich die hiesige Infrastruktur nun auch den bestehenden Wirtschaftsbeziehungen an.“

Die Wirtschaft profitiert

Mehr als 70 Unternehmer starteten die Initiative „Anschluss Zukunft“ gemeinsam mit regionalen Institutionen und Persönlichkeiten. Die Initiative macht nicht nur öffentlichkeitswirksam auf die Notwendigkeit der Ausbaumaßnahmen aufmerksam, sondern adressiert das Anliegen auch gezielt an die regionale Politik. Unter anderen traf sich der Kampagnenbeirat in der Vergangenheit mit Verkehrsminister Dr. Wissing, um im Rahmen des Bundesverkehrswegeplanes dieser regionalen Maßnahme besondere Priorität beizumessen. Nicht nur für Rheinland-Pfalz ist der Anschluss von wesentlicher Bedeutung, auch das Nachbarland Nordrhein-Westfalen hat sich intensiv für einen Ausbau eingesetzt. Mehr als 30 000 Pendler täglich und die Abwanderung vieler Jugendlicher in die Nachbarregionen sind eine stetige Motivation für den Beirat, seine Bemühungen nicht ruhen zu lassen. Umso erfreulicher, dass man mit Staatssekretär Dr. Hendrik Schulte, Verkehrsministerium NRW, einen aktiven Unterstützer an seiner Seite hat. -red-

Westerwald-Rundschau vom Mittwoch, 12. Februar 2020, Seite 5 (13 Views)

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