Koblenzer Schängel

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Der Schängel, unser Lokalanzeiger, feiert seinen 55. Geburtstag. Aus meiner Sicht ist das ja kein Alter, er kommt ja auch noch ziemlich flott daher. Er hat abgespeckt und ich habe zugenommen. Wobei ich ehrlich sagen muss, etwas voller hat er mir besser gefallen. Ich hoffe er leidet nicht an der Schwindsucht und wird noch dünner. Das wäre schade, denn ich gehöre zu den vielen Koblenzern, die am Mittwoch oder Donnerstag schon gespannt auf den Schängel warten. Viele bringen mich wegen meiner wöchentlichen Kolumne mit dem Lokalanzeiger in Verbindung und beschweren sich bei mir, wenn mal kein Schängel im Briefkasten steckt oder vor der Haustür liegt. Leider kommt das immer wieder vor, weil Austräger nicht so leicht zu finden sind. Schade ist auch, dass die Schängel – Redakteure nicht mehr in der Stadt ihren Schreibtisch haben und somit aus dem Stadtbild quasi verschwunden sind. Ich erinnere mich noch an die Zeiten mit Wolfgang Schütz, Dieter Herbig und Reinhard Kallenbach als Redakteure. Die waren überall zu sehen und hatten immer was zu berichten. Sie hatten gute Kontakte zur kommunalen Politik und der Wirtschaft, heute würde man sagen sie waren gut vernetzt. Wolfgang Schütz war für uns der „Mister Schängel“. Auch viele der Anzeigenwerber waren legendär, wie zum Beispiel Dieter Spahl, der mir beim Schreiben gerade einfällt. Die Werber hatten ihre „Redaktion“ im Cafe Hahn in der Marktstraße. Alle Mitarbeiter des Schängel waren nahe bei den Leuten. Natürlich hat unser Lokalanzeiger den großen Vorteil, er kostet nichts, ist also für lau. Jetzt sagt man ja schnell, was nichts kostet taugt auch nichts, das kann man nun dem Schängel nicht nachsagen und wird es auch hoffentlich in Zukunft nicht können. Ich habe auch schon viel geschrieben für unseren Lokalanzeiger, leider in den letzten Jahren auch viele Nachrufe über Leute, die mir und der Stadt etwas bedeutet haben. Auch die Feder gehört schon lange jede Woche zum festen Bestandteil des Schängel, dem einen zur Freude und dem anderen Leser zum Ärgernis. Wenn es einigen Lokalpolitikerinnen und Politikern nachgegangen wäre, gäbe es die Schängel-Feder schon lange nicht mehr. Aber die verantwortlichen Redakteure, das waren in der Vergangenheit einige, blieben stur. Auch der jetzige Redaktionsleiter denkt nicht dran, die Feder abzuschaffen. Sie wird gerne gelesen und diskutiert, sagen die Schängel Macher. Ich wünsche dem Geburtstagskind und mir noch viele gute Jahre. Der Schängel darf auch ruhig wieder etwas zulegen, zur Freude vieler Koblenzer. Den Redakteuren des Lokalanzeigers sage ich danke für Ihr Bemühen, die Koblenzer über das, was in ihrer Stadt passiert, auf dem Laufenden zu halten. Dafür auch weiterhin viel Erfolg.

Manfred Gniffke

Koblenzer Schängel vom Mittwoch, 11. September 2019, Seite 3 (42 Views)

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