Rhein-Wied Kurier

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Kulturstadt bald zehn Jahre fairer Handelspartner

Verlängerung des Fairtrade-Siegels für die Stadt Unkel bis 2021

UNKEL. Trends zu setzen ist besser, als Trends nachzulaufen. Auch insofern hat die Kulturstadt Unkel schon im Jahr 2011 eine Vorreiterrolle übernommen, auf die zwischenzeitlich viele weiteren Kommunen aufgesattelt haben. Unkel bleibt Fairtrade-Stadt: Fairtrade Deutschland hat der Stadt Unkel das vor acht Jahren erstmals verliehene Fairtrade Siegel für zwei weitere Jahre zuerkannt.

In diesem Zusammenhang wird von höchster offizieller Seite bestätigt, dass die Stadt Unkel durch ihr Engagement für den fairen Handel vor Ort Pionierarbeit leistet. Indem Unkel dazu beitrage, den benachteiligten Produzentengruppen durch faire Handelsbeziehungen zu einem verbesserten Einkommen zu verhelfen, nehme die Kulturstadt durch ihr Engagement für den fairen Handel vor Ort eine Vorreiterrolle ein, führt der Geschäftsführer TransFair, Dieter Overath, aus.

Spätestens, seitdem Bundeskanzler und Friedensnobelpreisträger Willy Brandt im Jahr 1979 Unkel zu einem Wohnsitz wählte, hat sich das „Weltdorf“ den Grundlagendreiklang des Fairen Handels aus Dialog, Transparenz und Respekt zu eigen gemacht.

Stichworte wie der „Nord-Süd-Dialog“ wurden zu Impulsen für Gründungen wie etwa der Zukunftswerkstatt, der Entwicklungsagentur sowie den „Tomorrow“-Initiativen und „Gemeinsam für Vielfalt“. Regional handeln, einkaufen und Bewusstsein schaffen, gehen dabei Hand in Hand mit den Überzeugungen von Fair Trade.

In diesem Zusammenhang würdigte Stadtbürgermeister Gerhard Hausen auch ausdrücklich das Engagement der Fair-Trade-Steuerungsgruppe: „In den vergangenen Jahren hat Unkel perspektivisch gewonnen und verantwortungsbewusst, nachhaltig gehandelt. Dies ist maßgeblich auch dem Engagement ehrenamtlich tätiger Bürgerinnen und Bürger unserer Kulturstadt zu verdanken“, lobt der Stadtchef, der auch den Einsatz für die Initiative „Mein altes Handy für Familien in Not“ zugunsten der “Aktion Schutzengel“ hervorhob.

Durch bessere Handelsbedingungen, die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte Produzenten und Arbeiter – insbesondere in den Ländern des Südens– sowie der nicht selten auch pestizidfreien biologischen Produktionsweise, leistet der Faire Handel einen wichtigen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung. Organisationen des Fairen Handels, gestärkt durch den Zuspruch der Verbraucher und zweistellige Wachstumszahlen im Fairen Handel, sind aktiv im Dialog mit Herstellern und Händlern. Beim Fairen Handel können daher alle gewinnen: Produzenten, Händler, Umwelt und Konsumenten.

Rhein-Wied Kurier vom Mittwoch, 11. September 2019, Seite 1 (11 Views)

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