Rhein-Lahn-Post

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Rhein-Lahn-Kreis feiert 50. Geburtstag

Großer Besucherandrang beim Tag der offenen Tür im Kreishaus

RHEIN-LAHN-KREIS. Mit mächtigen Böllerschüssen, am Lahnufer abgefeuert von den „Nassauer Schützen“, ging’s los: Das Kreishaus des Rhein-Lahn-Kreises öffnete seine Türen. Das ganze Haus konnten die Bürger in Besitz nehmen. Und die Bürger nahmen die Einladung dankend an, das Kreishaus platzte fast aus allen Nähten.

Anlass war der 50. Geburtstag des Kreises, ein Jubiläum, das in diesem Jahr schon mit einigen Festen und besonderen Veranstaltungen gefeiert wurde und noch wird. Hunderte Menschen aller Generationen nahmen das zentrale Verwaltungsgebäude des Kreises in Besitz und zeigten sich äußerst interessiert an dem Informations- und Unterhaltungsprogramm, das die einzelnen Abteilungen, aber auch partnerschaftlich verbundene Institutionen aus allen Lebensbereichen auf die Beine gestellt hatten.

Schon zur Eröffnung durch Landrat Frank Puchtler – festlich umrahmt von den Jagdhornbläsern des Kreisjägerschaft und dem kreiseigenen Chor „Ad Acta“ – konnte der große Sitzungssaal die Besucherscharen kaum fassen. Nach einer Ehrung langjährig tätiger Dozenten der Kreisvolkshochschule wurde es dann feierlich: In einer bewegenden Einbürgerungsfeier wurde insgesamt 14 Personen aus dem gesamten Kreisgebiet die deutsche Staatsangehörigkeit verliehen.

Das war aber auch der einzig wirklich feierliche Moment an diesem Tag, denn selten ging es im Kreishaus so fröhlich, bunt und gut gelaunt zu wie beim Tag der offenen Tür. Mitmach- und Ratespiele, Schminken, Hüpfburg und vieles mehr für die Kinder, aber ebenso auch lustige wie informative Mitmachaktionen für die Erwachsenen standen in und um das Haus auf dem Programm. Jede Abteilung, jedes Referat hatte etwas vorbereitet – von der „Melkkuh“ der Veterinäre bis hin zur Oldtimershow der Kfz-Zulassungsstelle. Aber auch die Kooperationspartner wie die Stiftung Scheuern, die Pflegestützpunkte oder die Kreisjägerschaft reihten sich nahtlos in das bunte informativ-unterhaltsame Angebot ein. Stromerzeugung per Fahrrad? Endlich einmal eine Trompete ausprobieren? Eine Schlange in die Hand nehmen oder einen Habicht halten? Alles war möglich, auch ganz „normale“ Dinge wie Mittanzen, Mitsingen oder sich am Seniorentheater erfreuen. Und nicht wenige nutzten die Möglichkeit, sich ganz einfach mit einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin zu unterhalten – und stellte fest: Es arbeiten ja ganz normale Menschen bei der Kreisverwaltung.

Rhein-Lahn-Post vom Mittwoch, 4. September 2019, Seite 1 (71 Views)

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