Westerwaldpost Süd

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„Höhr-Grenzhausen brennt Keramik“

Ein Keramikfestival der besonderen Art am 7. April zum Sonderthema „Frühlingserwachen“

HÖHR-GRENZHAUSEN. Zum Auftakt der touristischen Saison findet am Sonntag, 7. April, bereits zum 20. Mal das besondere Keramikfestival „Höhr-Grenzhausen brennt Keramik“ statt. Denn aktive Kunst- und Kulturförderung für die Keramik in Kunst, Handwerk und Design ist der Stadt ein großes Anliegen. Höhr-Grenzhausen fasst ihr Engagement mit den Begriffen „Natur, Kultur, Keramik – Höhr-Grenzhausen deckt den Tisch“ zusammen, was sich in dem diesjährigen Thema „Frühlingserwachen“ wunderbar widerspiegelt.

An „Höhr-Grenzhausen brennt Keramik“ trifft man Keramiker in ihren Werkstätten und Ateliers. Man kann zuschauen, Fragen stellen und von der Vielfalt an unterschiedlichen Angeboten und den unzähligen Möglichkeiten, den Rohstoff Ton zu verarbeiten begeistert sein. Zeitgenössische Kunst, zukunftweisende Innovation und Jahrhunderte währende Tradition. Als Start und Endpunkt der Stippvisite lohnt sich für die ganze Familie der Besuch im europaweit größten Keramikmuseum. Ein handlicher Flyer beschreibt alle Aktivitäten rund um die Veranstaltung und führt den Besucher zu den Werkstätten. Nachfolgend einige Angebote der beteiligten Werkstätten:

Im Stadtteil Grenzhausen werden im Keramikmuseum Westerwald viele Aktionen zum Mitmachen und kreativen Arbeiten angeboten. Zusätzlich lädt das Museum bei freiem Eintritt zu einer besonderen Ausstellungseröffnung ein: „100 Jahre Rastal-Glas im Keramikmuseum?“ heißt das Thema der Ausstellung. Nach der Eröffnung um 11 Uhr werden Studierende der Glasklasse des Institutes für Künstlerischem Keramik und Glas mit Rastal-Gläsern experimentieren. Um 14 Uhr findet ein Familienworkshop statt, bei dem Groß und Klein einen Blumentopf für die Frühlingsblumen gestalten können. Für Kinder gibt es eine Museumsrally unter dem Motto „Geschichte der Trinkgefäße“.

Fußläufig nur etwa 150 Meter vom Museum entfernt zeigt Alina Penninger in ihrem Garten und in der Werkstatt handgefertigtes Steinzeuggeschirr und Gartenkeramik mit zarten Dekoren verziert. Unweit dahinter befindet sich das Keramische Atelier Claudia Henkel im Töpferhof. Ihre Türen sind geöffnet und sie zeigt florale Dekore auf Tassen, blühendes auf Übertöpfen, das Blatt auf Teller, Blumiges in der Vase.

Die Kombination Werkstatt, Laden, Galerie und Cafe finden Sie in der Kasino-Keramikkultur bei Nicole Thoss. Gezeigt wird zeitgenössische Keramik aus verschiedenen Werkstätten, mit viel Leidenschaft hergestellt, für besondere Anläße, für jeden Tag, für jeden Geschmack. Im großen Tassenregal findet man bestimmt seine Lieblingstasse und für das leibliche Wohl wird im angrenzenden Cafe gesorgt.

In der alten Merkelbach-Manufaktur haben fünf KeramikerInnen Wurzeln geschlagen. In diesem Jahr präsentieren sie zwischen staubigem Steinzeug frisches Grünzeug und gewähren Einblicke in das geschichtsträchtige Gemäuer.

Eine Vielzahl von Keramikern mit tollen Angeboten sind auf dem Merkelbach- Hof zu sehen. Dort sind die Werkstätten Andreas Hinder, Armin Skirde, Keramikwerkstatt Matschke/Meyer (Ute Matschke und Maria Meyer), Lion & Lion und die Keramikgruppe Grenzhausen kreativ in Sachen Keramik unterwegs. In den Fachschulen für Keramik „qualmt“ es bei den Raku-Vorführungen mit Keramikmeister Arno Hastenteufel. Weiter findet man eine große Auswahl an Unikatkeramik für Tafel, Raum und Garten.

Nicht nur das Herz von „Keramikprofis“ schlägt bei der Hans Wolbring GmbH höher. Den gesamten keramischen Bedarf findet man dort. „Achtung Kunst“ heißt die Werkstatt, die sich Am Damm 6 befindet. Das Keramikerpaar Tanja und Gideon Necker lädt zu einer Gartenausstellung.

Bei Girmscheid gibt es „Salzglasur zum Anfassen“ und einen Werksverkauf auf über 250 qm. Man kann dabei zuschauen, wie das Setzen eines Salzofens funktioniert. In der Schneebergstr. 33 entsteht etwas Besonderes: Drei internationale KeramikInnen in Persona Alaa Aldin Nabhahn, Anne Klein und Juyoung Paek zeigen „das neue grau und blau“ sowie „installation of artist“.

Arthur Mueller, Werkstattmeister im Kunstinstitut (IKKG) zeigt in seiner eigenen Werkstatt zeitgemäßes Geschirr, Gartenkeramik und Künstlerische Einzelstücke. Auch wird es an dem Tag einen Reduktionsbrand im Gasofen geben. Neben vielfältiger Keramik kann man in der Keramikwerkstatt Charlotte und Sigerd Böhmer einen alten „Kannenofen“ besichtigen. Zu Gast in diesem Jahr ist mit tönernen Tabakpfeifen ist der Pfeifenbäcker Steuler aus Hilgert.

Um die einzelnen Keramikwerkstätten bequem besuchen zu können, stellt die Stadt Höhr-Grenzhausen als Veranstalter einen kostenlosen „Keramik-Pendel-Bus“ zur Verfügung, der Besucher zu den Aktionspunkten bringt. Das Auto kann man auf den kostenfreien innerörtlichen Parkplätzen stehen lassen.

Weitere Informationen gibt es auf www.keramik-stadt.de.

Westerwaldpost Süd vom Mittwoch, 3. April 2019, Seite 3 (11 Views)

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