Rhein-Wied Kurier

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Jürg Wisbach spielt „Judas“

Drei Veranstaltungen: Theater kann in Unkel, Erpel und Linz gesehen werden

REGION. An vielen großen Bühnen – unter anderem Deutsches Theater Berlin, Münchner Kammerspiele, Schlosstheater Moers – wird „Judas“ inszeniert. Dem ad Erpelle Kunst- und Kulturkreis Erpel ist es gelungen, Jürg Wisbach als Judas in der Textfassung von Lot Vekemans für drei Vorstellungen in der Region zu gewinnen. Am Freitag, 29. März (19.30 Uhr), wird das Stück in der evangelischen Kirche in Unkel gezeigt. Am Samstag, 30. März (19.30 Uhr), haben Interessierte in der katholischen St. Martin Kirche in Linz die Möglichkeit es zu sehen. Eine weitere Vorstellung findet am Sonntag, 31. März (15.30 Uhr), im Theater im Tunnel in Erpel statt.

Die flämische Autorin Lot Vekemans bietet in ihrem Monolog der Ikone des Verrats ein Plenum. Der Text ist Augenzeugenbericht, Verteidigungsrede, Image-Kampagne und Eingeständnis von demjenigen, der „schwärzer wurde als schwarz“, weil alle anderen die Schuld am Tode des Messias auf ihm abladen konnten. Und so ging des einen Weg gen Himmel, während der andere zur Hölle fuhr . . .

Er ist aus der Hölle emporgestiegen, um seine Geschichte zu erzählen. Nicht bloß um seinen Namen reinzuwaschen, denn der steht ohnehin unauslöschbar für Verrat. Ist es der Versuch eines Schuldbekenntnisses oder eher der Rechtfertigung? War er ein Werkzeug oder ein Opfer des Schicksals? Was waren die Gründe, die hinter seinem Tun standen? Was trieb ihn, Judas Iskarioth, an? Wie wäre die einfluss- und folgenreichste Geschichte des christlichen Abendlandes weitergegangen, wenn er Jesus nicht verraten und falsches Zeugnis abgelegt hätte? Hätte es einfach jemand anderes getan?

Jürg Wisbach, geboren 1964, studierte an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« in Berlin. Es folgten Engagements in Würzburg, Oldenburg, Hamburg, Hannover, Salzburg, Nürnberg und Erfurt. Von 1991 bis 1993 spielte er als freischaffender Schauspieler bei den Salzburger Festspielen, so unter anderem in Peter Steins Inszenierung von „Antonius und Cleopatra“. Von 2001 bis 2009 war er Ensemblemitglied am Deutschen Nationaltheater Weimar. Anschließend war er bis 2010 am Hessischen Staatstheater Wiesbaden engagiert, hier unter anderem zu sehen in „Romeo und Julia“, „Das große Fressen“ und „Emilia Galotti“. Wisbach ist Mitbegründer und Vorsitzender des Neuen Schauspiels Erfurt und wirkt in diversen Film- und Fernsehproduktionen mit.

Der Eintritt kostet 12 €, Schüler, Studierende und Azubis zahlen 6 €. Eintrittskarten gibt es an der Abendkasse. Reservierungen sind unter y (02644) 46 43 oder per E-Mail an info@ad-erpelle.de möglich.

Rhein-Wied Kurier vom Mittwoch, 27. März 2019, Seite 1 (26 Views)

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