Westerwaldpost Süd

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Bauarbeiten an der A 48

beginnen noch im März

Bis Ende 2020 soll Sanierung der Rheinbrücke Bendorf abgeschlossen sein

REGION. -mas- Autofahrer, die regelmäßig auf der A 48 zwischen den Anschlussstellen KoblenzNord und Höhr-Grenzhausen unterwegs sind, müssen sich ab Ende März auf einige Unannehmlichkeiten einstellen: Noch in diesem Monat soll die Sanierung der Rheinbrücke Bendorf beginnen, aufgrund derer Teile der Brücke gesperrt sein werden.

Das heißt aber nicht, dass Umleitungen gefahren werden müssen oder gar eine Vollsperrung ansteht: Es werden während der gesamten Bauarbeiten zwei Fahrspuren in jede Richtung zur Verfügung stehen. Allerdings muss im Baustellenbereich Tempo 60 eingehalten werden, was durchaus durch „Blitzer“ überwacht werden könnte. Das niedrige Tempo könnte als Nebeneffekt eine Senkung der Unfallzahlen zur Folge haben – ähnliches jedenfalls gibt es von einem vergleichbaren Fall aus dem Raum Ludwigshafen zu berichten.

Seit Jahren kommt es immer wieder auf der Rheinbrücke Bendorf zu gefährlichen Ausbrüchen im Straßenbelag in Form von Ablösungen des Asphalts – kein Wunder bei bis zu 70 000 Fahrzeugen täglich, die die 1030 Meter lange Brücke nutzen, die Koblenz mit der A 3 und somit dem Rhein-Main-Gebiet sowie Köln und dem Ruhrgebiet verbindet. Die Ergebnisse der Erkundungen bestätigten, dass der Fahrbahnbelag so schnell wie möglich entfernt und mitsamt der Abdichtung erneuert werden muss. Letztmalig war die Brücke vor etwas mehr als 25 Jahren saniert worden. Die aktuellen Arbeiten sollen die weitere Nutzung der Brücke ermöglichen. Zugleich ist geplant, eine neue Brücke neben der bestehenden zu errichten, ähnlich wie es auf der A 3 bei Limburg über der Lahn der Fall war.

Die Baustelle selbst wird ein gutes Stück länger als die Brücke selbst sein, da die Fahrbahnen im Verlauf der A 48 von der Anschlussstelle Bendorf Richtung Dernbacher Dreieck nicht auf derselben Höhe liegen und eine Spurüberführung an dieser Stelle nicht möglich ist. Dies ermöglich allerdings die Durchführung weiterer Instandsetzungsarbeiten im Bereich des Weitersburger Hanges.

Vier Phasen werden es sein, in der die Arbeiten ablaufen. Zunächst soll eine der beiden Fahrbahnen bis Ende des Jahres erneuert werden, dabei wird eine der beiden Spuren auf die andere Fahrbahn verlegt – eine sogenannte 3+1-Verkehrsführung –, so dass eine Hälfte der Fahrbahn nutzbar ist, die andere ausgebessert wird. Insgesamt rund 4000 Tonnen Asphalt werden hierbei verarbeitet. Im Winter von 2019 auf 2020 setzen die Bauarbeiten aus. Der Geh- und Radweg auf der Rheinbrücke Bendorf kann nach derzeitigen Planungen während der gesamten Baumaßnahme für den Verkehr geöffnet bleiben.

Für die Baustelle ist eine bis heute in Rheinland-Pfalz beispielslos aufwendigen Stauwarnanlage vorgesehen. Egal ob von Trier oder dem Dreieck Dernbach kommend, die Verkehrsteilnehmer werden schon frühzeitig auf eine mögliche Staugefahr oder auf einen schon vorhandenen Stau hingewiesen. Durch die Topographie und Kurvigkeit der Autobahn ist eine Vielzahl an LED-Hinweistafeln erforderlich. Diese sollen sogar bis auf die angrenzenden Autobahnen A 3 und A 61 installiert werden.

Die Gesamtkosten von insgesamt rund 10 Mio € trägt der Bund als Straßenbaulastträger.

Westerwaldpost Süd vom Mittwoch, 13. März 2019, Seite 7 (2 Views)

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