Lahn-Post D AW

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Sicherheitsgefühl in der Stadt stärken

Der Haupt- und Finanzausschuss diskutierte mögliche Maßnahmen

LIMBURG. Das Sicherheitsgefühl stärken und Angsträume in der Stadt zu beseitigen, das ist das gemeinsame Ziel der städtischen Politik und der Polizei. Welche Wege dabei eingeschlagen werden sollen oder bereits beschritten werden, war Thema im Haupt- und Finanzausschuss.

Dort standen Professor Gerhard Schmelz, Hessische Hochschule für Polizei und Verwaltung Wiesbaden, Fachbereich Polizei, und Jasmin Scherer vom Polizeipräsidium Westhessen als Koordinatorin der kommunalen Sicherheitsinitiative KOMPASS Rede und Antwort.

„Subjektives Sicherheitsgefühl und persönliche Angsträume in Limburg an der Lahn“, unter diesem Schlagwort hatte Professor Schmelz im Jahr 2017 eine repräsentative Umfrage in Limburg vorgenommen. In der Sitzung des Ausschusses widmete sich Schmelz vor allem der Frage, was durch die Umfrage an Bedürfnissen geäußert worden ist. Nach Einschätzung des Kriminalwissenschaftlers werden die subjektiven Ängste ernst genommen. Das zeige sich daran, dass die Forderung nach mehr Personal auf der Straße durch die Stadt schon erfüllt worden sei.

Eine mögliche Erweiterung der Videoanlage wird vom Magistrat aktuell auch geprüft. Dies steht auf der Wunschliste der Bürger laut Umfrage ganz oben. Allerdings sind dabei einige Hürden zu überwinden, denn Videoüberwachung ist für kriminelle Hotspots gedacht

Auch in Bezug auf weitere Aspekte, die das subjektive Sicherheitsgefühl beeinflussen, sieht Schmelz gute Ansätze in Limburg. Das betreffe zum Beispiel den Bereich der Lärmbelästigung und auch dem Aspekt von mehr Sauberkeit trage der Magistrat in seinem Konzept bereits Rechnung.

Alkoholverbot gefordert

Allerdings gibt es auch Bereiche, in denen Bürger nach der Umfrage Handlungsbedarf sehen und auf die der Magistrat bisher noch nicht eingehe. Das sei zum Beispiel bei der Forderung nach einer Alkoholverbotszone der Fall.

Hier sieht Schmelz allerdings auch große rechtliche Probleme und bei einer möglichen Umsetzung zudem die Gefahr eines Verdrängungseffekts. Im Ausschuss nahm die Diskussion um eine Alkoholverbotszone breiten Raum ein.

Lobend äußerte sich Schmelz zu der bereits vorhandenen engen Zusammenarbeit zwischen Stadt und Polizei sowie weiterer Einrichtungen, die zum Beispiel in der seit Jahren bestehenden Präventionskommission gemeinsam nach Lösungen suchten.

„Wir sind auf dem Weg“, verdeutlichte Bürgermeister Dr. Marius Hahn. Der Erste Stadtrat Michael Stanke kündigte an, dass der Magistrat im Frühjahr eine Prioritätensetzung festlegen will, was alles umgesetzt werden soll. Bis dahin soll auch geklärt sein, ob und wo eine Erweiterung der Videoanlage möglich ist.

Lahn-Post D AW vom Samstag, 9. Februar 2019, Seite 3 (4 Views)

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