Lahn-Post D

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Lebenshilfe will in Diez und Limburg gleiche Gehälter zahlen

Erste Verhandlungen zur Bezahlung nach TVöD haben begonnen

-von Johannes Koenig-

LIMBURG/DIEZ. Beim Geld hört die Freundschaft bekanntlich auf. So sorgte in den vergangen Jahren bei der Lebenshilfe Limburg Diez die Tatsache immer wieder für Irritationen, dass Pflegekräfte für die selbe Tätigkeit unterschiedlich entlohnt wurden.

Ein Zustand, der nun beendet werden soll, wie der Lebenshilfe-Vorsitzende Werner Reingen, Geschäftsführer Werner Schlenz und der Betriebsratsvorsitzende Herbert Helferich gegenüber der Lahn-Post bestätigte.

So haben bereits Verhandlungen mit dem Ziel begonnen, dass alle Mitarbeiter zukünftig nach dem Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst (TVöD) entlohnt werden. Konkret geht es dabei um die in Diez ansässige Lebenshilfe Wohnen gGmbH und den von ihr gezahlten Haustarif. Sie wurde Anfang der 2000er-Jahre im Zuge des Baus des Wohnheims in Diez gegründet.

Im Lauf der Zeit kamen dort unter anderem noch die ambulanten Dienste hinzu, so dass auch deren Mitarbeiter nach Haustarif bezahlt werden. „Der Tarif hat eine eigene Gehaltsstruktur, die komplett anders ist als der TVöD“, sagt Werner Schlenz. Das Einstiegsgehalt sei in Limburg und Diez relativ gleich, die Unterschiede entwickelten sich dann aber im Laufe der Jahre, ergänzte Herbert Helferich. Wobei es sehr komplex und sehr schwierig sei, die beiden Gehaltsstrukturen direkt miteinander zu vergleichen, ist sich die Runde einig.

Warum aber ist nun die Anwendung des TVöD für alle Beschäftigten der Lebenshilfe in greifbare Nähe gerückt? Die Anwendung des TVöD wäre ein echter Standortvorteil, ist sich Werner Schlenz sicher. Ein Vorteil, der zum Beispiel auch bei der Gewinnung von Mitarbeitern helfen könnte. Denn in Rheinland-Pfalz stünde die Lebenshilfe mit der Bezahlung nach TVöD, soweit bekannt ist, ziemlich allein da und hätte damit auch eine Leuchtturmfunktion.

Vorteile brächte eine einheitliche Bezahlung für die selben Tätigkeiten auch für die innerbetriebliche Organisation: Es wäre dann einfacher, Personal zwischen dem Diezer und den Limburger Wohnheimen zu tauschen, betont Schlenz.

Wie aber will die Lebenshilfe die Gehaltsanpassung eigentlich finanzieren? Man sei zuversichtlich, dass es dank der Regelungen des Bundesteilhabegesetzes möglich ist, das zu finanzieren und eine schwarze Null in der Bilanz zu sichern, so der Geschäftsführer. Und wann ist mit einem Abschluss der Gespräche zu rechnen? „So schnell wie möglich“, lautet der Konsens. „Aber der Teufel liegt ja bekanntlich oft im Detail“, weiß Herbert Helferich.

Lahn-Post D vom Mittwoch, 23. Januar 2019, Seite 5 (45 Views)

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