Koblenzer Schängel

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44 Jahre Mitglied des Stadtrat

Ehrenbürger Julius Fischel vor 200 Jahren geboren

KOBLENZ. -üz- 44 Jahre – von 1867 bis 1911 – gehörte der Geheime Justizrat Julius Fischel dem Stadtrat an. So lange engagierte sich keiner zuvor oder danach ehrenamtlich im Stadtparlament. Der Dank der Stadt war die Ernennung zum Ehrenbürger. Außerdem wurde eine Straße in der Altstadt nach ihm benannt. Fischel wurde am 15. Januar 1819 geboren – anno dazumal vor 200 Jahren.

Julius Fischel war Mitglied der Nationalliberalen Partei. Außer seiner langen Zugehörigkeit im Stadtrat, wurde er 1883 auch zum ehrenamtlichen Beigeordneten gewählt. Auch dieses Amt versah er zwanzig Jahre. Außerdem engagierte er sich in der evangelischen Kirchengemeinde Koblenz. 56 Jahre half er als Mitglied im Presbyterium die Geschicke der Gemeinde zu steuern. Fast ebenso lange gehörte er dem Verwaltungsrat des Krankenhauses Evangelisches Stift St. Martin an. Weitere Ehrenämter hatte er in der Anwaltskammer und im Direktorium der Casino Gesellschaft. 1870 unterstützte er den Bau des Casinogebäudes in der Casinostraße. Der aus Bacharach stammende Julius Fischel hatte Rechtswissenschaften studiert. 1847 ließ er sich als Rechtsanwalt in Koblenz nieder. Zwei Jahre später erhielt er auch die Zulassung zum Anwalt am Landgericht. Die 1907 nach ihm benannte Straße führte einst von der Weißer Straße neben der Bahnlinie zur Löhrstraße. Mit der städtebaulichen Neugestaltung durch den Bau des Löhr-Centers wurde diese Straße weitgehend aufgehoben. Erhalten und gepflegt ist allerdings weiterhin das Grab des Ehrenbürgers auf dem Koblenzer Hauptfriedhof.

Zu militärischer Bedeutung brachte es Sohn Max Fischel. Seine Karriere in der kaiserlichen Marine führte bis zum Admiral und Chef des Marinestabes. 1908 verlieh ihm Kaiser Wilhelm II. den erblichen Adel.

Mehr über Julius Fischel finden unsere Leser im Heimatbuch „Koblenzer Köpfe – Personen der Stadtgeschichte“ von Wolfgang Schütz, das im Verlag für Anzeigenblätter (VfA) erschienen und im Buchhandel erhältlich ist.

Koblenzer Schängel vom Mittwoch, 9. Januar 2019, Seite 10 (11 Views)

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