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Über den Umgang mit dem Tod

Hospizverein Cochem-Zell begrüßt neue ehrenamtliche Mitarbeiter

TREIS-KARDEN. -kat- Zwölf Frauen und zwei Männer haben sich für ein besonderes Ehrenamt entschieden. Sie werden künftig die Arbeit des Christlichen Hospizvereins Cochem-Zell und der Fachstelle für ambulante Hospizarbeit des Caritasverbandes verstärken. Ihre Beweggründe sind unterschiedlich, ihr Ziel das Gleiche: Sie möchten Todkranken und deren Angehörigen in den schwersten Stunden des Lebens beistehen.

Jahrzehntelang praktizierte Albrecht Oster als Allgemeinmediziner. Was er in seinem Studium und seiner Ausbildung gelernt hatte, setzte er täglich um. Der Umgang mit dem Tod und die Begleitung von Sterbenden gehörten nicht dazu. Nachdem er sich zur Ruhe gesetzt hatte, suchte er nach einer Tätigkeit, die „Sinn machte“, erzählt er. Neben seinem Ehrenamt bei der Telefonseelsorge Koblenz entschloss er sich für einen Befähigungskurs als Hospizhelfer. Andere meldeten sich aus beruflichen Gründen an oder weil sie sich schon länger mit dem Thema auseinandergesetzt hatten.

Insgesamt 120 Stunden lang haben sich die 14 Teilnehmer in den vergangenen Monaten in Theorie und Praxis auf die anspruchsvolle Arbeit vorbereitet, die sie künftig als ehrenamtliche Sterbebegleiter leisten wollen. In dem Grund- und Aufbaukurs der vergangenen neun Monate ging es um ganz verschiedene Aspekte, die für die zukünftige Arbeit von Relevanz sind. Die Themen Sterben, Trauer und Tod standen im Fokus, ebenso wie die Auseinandersetzung mit Krankheits- und Grenzerfahrungen, aber auch der Umgang und die Kommunikation mit Sterbenden sowie die Trauerbewältigung und -begleitung. Also allesamt Themen, die viele Menschen gerne weit von sich weg schieben, sofern es das eigene Leben nicht betrifft. „Der Tod ist nun mal ein Tabuthema, da stecken Ängste dahinter“, sagt Irmgard Blätter, Hospizhelferin der ersten Stunde im Kreis Cochem-Zell, die den Kurs mitleitete.

Zur Ausbildung gehörte auch ein mehrwöchiges Praktikum in verschiedenen Hospiz- und Palliativeinrichtungen. Die Arbeit der hauptamtlichen Kräfte beeindruckte und bekräftigte die meisten darin, sich für das richtige Ehrenamt entschieden zu haben.

Die Reaktionen aus dem Umfeld der neuen Hospizhelfer fielen jedoch unterschiedlich aus. Die meisten ernteten Respekt für ihren Mut, sich diesem schwierigen Thema zu stellen. Andere stießen auf Unverständnis.

Folgende Personen haben am Befähigungskurs für ehrenamtliche Mitarbeiter erfolgreich teilgenommen: Petra Arenz, Margret Bamberger, Gabriele Benneker, Heike Gasser, Elvira Jahnen-Fuck, Anne Johann, Alexandra Kopp, Detlev Michler, Bettina Müller-Brown, Albrecht Oster, Elke Paucken, Tina Schmitz, Nadine Ternes und Irene Wehner.

Weitere Informationen zum Thema gibt es unter www.caritas-mosel-eifel-hunsrueck.de und www.christlicher- hospizverein-cochem-zell.de.

Cochem-Zell AW vom Samstag, 1. Dezember 2018, Seite 3 (15 Views)

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