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Eirene erhält Friedensauszeichnung

„Förderpreis für gewaltfreies Handeln“ geht nach Neuwied

NEUWIED/BERLIN. Dem internationalen christlichen Friedensdienst Eirene wurde in Berlin der „Friedrich Siegmund-Schultze-Förderpreis für gewaltfreies Handeln“ für sein erfolgreiches und langjähriges unabhängig gewaltfreies Handeln und seinen Einsatz für zivile Konfliktbearbeitung verliehen.

Eirene ist ein seit 1957 tätiger ökumenischer, internationaler Friedens- und Entwicklungsdienst, dessen Freiwillige und Fachkräfte sich gemeinsam mit Partnerorganisationen in Lateinamerika, Afrika, den USA und Europa weltweit für eine Kultur der Gewaltfreiheit, für soziale Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung engagieren.

Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, würdigte die Arbeit des Friedensdienstes aus Neuwied. Besonders freute er sich darüber, dass dieser Förderpreis in diesem Jahr vor dem Hintergrund des Endes des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren als „Evangelischer Friedenspreis“ verliehen wurde. „Frieden und Gewaltfreiheit sind keine einfachen Dinge. Dies zeigt auch die langjährige erfolgreiche Arbeit von Eirene, die seit 61 Jahren erfolgt, ohne dass schon Frieden auf der Welt herrschen würde“, betonte der Menschenrechtsaktivist Peter Steudtner. Der Trainer für gewaltfreie Konfliktbearbeitung, der im vergangenen Jahr mit Vertretern von Menschenrechtsorganisationen drei Monate in der Türkei im Gefängnis verbrachte, hielt in Berlin die Laudatio auf den Preisträger. „Eigentlich müsste ich Eirene wünschen, dass die Arbeit überflüssig wird, weil dann die Welt in Frieden und auch die Menschen in Frieden leben würden. Doch bis es dazu kommt, soll dieser Friedenspreis alle anstacheln, diese wichtige Arbeit weiter zu tun“, so Steudtner. „Dieser Preis ist für uns eine Bestätigung für die geleistete Arbeit, aber auch ein Ansporn, unserem Anspruch zu entsprechen, ein internationaler Friedensdienst mit christlichen Wurzeln zu sein, auf dem mühsamen, aber auch lohnenden Weg des Friedensdienstes“, betonte Charlotte Eisenberg, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Eirene. Der Vorstandsvorsitzende Reinhard J. Voß ergänzte: „Wir nehmen diesen Friedenspreis auch als Herausforderung für unsere weitere Arbeit.“

Wie bunt und vielfältig die Arbeit von Eirene ist, zeigte sich auch bei der Preisverleihung. Jacques Raphael Asunge von der Partnerorganisation namens SVH in der Demokratischen Republik Kongo betonte die wichtige Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg. Und Rosemary Nina Calcina aus Bolivien, die derzeit als Freiwillige für Eirene in Deutschland arbeitet, schilderte das gegenseitige Lernen und Erfahren von Friedensarbeit durch Menschen aus vielen Ländern. Eirene entsendet dabei jedes Jahr Freiwillige und Fachkräfte in viele Länder. Gleichzeitig kommen auf Einladung von Eirene Freiwillige aus vielen Ländern für einen Freiwilligen- und Friedensdienst auch nach Deutschland. Der Förderpreis der EAK erinnert an das friedensethische Wirken des evangelischen Theologen Friedrich Siegmund-Schultze, der 1914 zu den Gründern des Weltbundes für Freundschaftsarbeit der Kirchen gehörte. 1957 wurde Siegmund-Schultze der erste Vorsitzende der Zentralstelle für Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen. Der Förderpreis wird seit 1994 in unregelmäßigen Abständen verliehen. „Und es ist schön, dass wir hier in Berlin, wo Friedrich Siegmund-Schultze so lange gewirkt hat, erstmals diesen Preis verleihen“, betonte EAK-Bundesvorsitzender Christoph Münchow.

Neuwied AW vom Samstag, 13. Oktober 2018, Seite 1 (21 Views)

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