Bad Kreuznach

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Gipfel-Glück mit Burgen-Blick

Auf Zeitreise im Salinental und zur größten Steilwand nördlich der Alpen

Lust auf einen atemberaubenden Gipfelsturm? Oder doch lieber Flussidylle mit Fährpassage und gepflegter Kuratmosphäre? Die TourNatur Salinental bietet all dies auf hohem Niveau und schlängelt sich zudem noch auf felsigen Steigen zu grandiosen Aussichten. Als Zugabe gibt es sogar eine Zeitreise ins Mittelalter.

Parkplatz am Naheufer in Bad Münster am Stein (1) beginnen wir unsere Rundtour zu Salinen und Gipfeln. Der Auftakt gestaltet sich gemächlich, denn die mit einem grünen Ahornblatt und roten Richtungspfeilen markierte „TourNatur Salinental“ führt uns zunächst zur Friedensbrücke. Von der Brücke haben wir nicht nur die über dem Tal thronende Ebernburg bestens im Blick, sondern können auch den Rotenfels in Augenschein nehmen.

Nach der Brücke biegen wir rechts ab und folgen einem Fußweg, der parallel zur als Radweg genutzten ehemaligen Bahnstrecke verläuft. Wir lassen das Sportheim hinter uns und wandern auf einem Feldweg durch Wiesen. Nun haben wir eine grandiose Aussicht zum Rotenfels, der sich mächtig von der Nahe in den Himmel reckt. Die größte Steilwand nördlich der Alpen beeindruckt uns sehr, doch unter die Vorfreude über die Aussicht von oben mischen sich Gedanken über den sicherlich recht kräftezehrenden Aufstieg in diese luftigen Höhen.

Kurz vor Norheim vereinigen sich unser Wanderweg und der Radweg und nutzen gemeinsam den Steg über die Nahe. Am Ortseingang von Norheim queren wir die L 235 und wandern auf asphaltiertem Wirtschaftsweg geradewegs bergan. Nach 2.5 km erreichen wir eine Kreuzung mit Bank. Hier biegen wir rechts ab und wandern über eine Kuppe Richtung Nahetal. Doch kaum sehen wir den Fluss wieder, geht es links auf weichem Grund weiter. Ein weiterer Schlenker bringt uns rechts auf einen Pfad, der in eine sehr steile Treppenstiege übergeht. Als die ersten Geländer an der Hangkante auftauchen, ist das Schlimmste geschafft, und wenige Meter später lockt nach 3 km ein herrlicher Ausblick (2) zum Verweilen. Hier können wir gleich drei Burgen (Ruine Rheingrafenstein, Ebernburg, Altenbaumburg) erspähen.

Wir folgen der TourNatur an der Hangkante entlang. Bald hüllen uns dichte Hecken ein und spenden Schatten und Windschutz. Nach dieser Passage erreichen wir eine große Brachwiese, die wir nach rechts umrunden. Nach 5.6 km treffen wir am Abzweig zum nahen Gasthof Bastei ein und tauchen in den vielfältigen Mischwald ab.

Auf zum Logenplatz

Einige gut markierte Schlenker überstehen wir problemlos. Wir nähern uns wieder der Hangkante, wo wir an einer steinernen Schutzhütte den ersten Blick auf Bad Kreuznach erhaschen. Nach 6.8 km treffen wir an einem echten Logenplatz (5) ein und können aus luftiger Höhe das Nahetal und Teile der vor uns liegenden Strecke betrachten.

Gemächlich wandern wir hinunter zur Örtelshütte, wo wir nach 7.7 km scharf links nach Bad Münster am Stein abbiegen. Dort bestaunen wir eines der mächtigen Gradierwerke, die für Bad Kreuznach und Bad Münster am Stein so charakteristisch sind. Nach 9 km passieren wir den Parkplatz Karlshalle (6) und einen Biergarten und wandern weiter durchs Salinental. Erst mit dem Sophie-Sondheim-Weg verlassen wir das Tal und beginnen den nächsten Anstieg.

Besonders dem Ausblick nach 10.7 km (7) können wir nicht widerstehen: Gradierwerke und die Ebernburg liegen wie Spielzeugmodelle tief unter uns …Von den Felsklippen geht es wieder in den Wald und weiter bergan. Noch einmal wird es steiler, bis wir nach 12.1 km am Sendeturm „Gans“ eintreffen. Nur 100 m nach dem Sendemast öffnet sich die Szenerie und ein atemberaubendes Panorama (8) breitet sich vor uns aus! Etwas später passieren wir nach 12.9 km die Sternwarte und wandern geradeaus Richtung Ruine Rheingrafenstein. Besonders spektakulär ist der Blick vom Turm (9), der auf einem senkrecht über der Nahe aufragenden Felsen erbaut wurde. Beeindruckt kehren wir zurück zum Hauptweg, der uns in Serpentinen steil hinab ins Huttental und zur Fähre führt.

Auf der anderen Seite folgen wir der Uferpromenade, genießen die Kuratmosphäre, lassen den Blick über den Fluss gleiten und erreichen nach 15.4 km den Parkplatz in Bad Münster am Stein (1).

Fazit: Auf der TourNatur Salinental sind einige, teils stramme Steigungen zu überwinden. Belohnt werden Wanderer mit traumhaften Ausblicken.

Buchtipp: VitalTouren – 16 Aktiv-Routen im Naheland, Detailkarten, GPS-Daten, Einkehr- und Erlebnistipps und Anbindung an die App „traumtouren“ zur einfachen Navigation unterwegs, 11,95 €. www.ideemediashop.de

Bad Kreuznach vom Samstag, 25. August 2018, Seite 12 (357 Views)

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