Koblenzer Schängel

Wählen Sie hier das Datum aus, um sich eine Ausgabe von LokalAnzeiger oder AM WOCHENENDE anzusehen

Das E-Paper-Archiv von LokalAnzeiger und AM WOCHENENDE

Wählen Sie hier die Ausgabe, die Sie gerne lesen möchten und bestimmen Sie den Erscheinungstag. Oder stöbern Sie einfach in der Übersicht. Viel Spaß!

 

Gut zu wissen . . .

Finanzamt: Neuberechnung der Zumutbarkeitsgrenze bei außergewöhnlichen Belastungen

REGION. Durch ein Urteil des Bundesfinanzhofs vom 19. Januar 2017 können mehr Aufwendungen für Krankheit und Pflege steuermindernd berücksichtigt werden. Die Grenze der zumutbaren Belastung wurde zugunsten der Steuerbürger geändert. Erst wenn diese Belastungsgrenze überschritten wird, können die Kosten die Steuerlast mindern. Alles, was unter dieser Grenze liegt, ist dagegen noch im Bereich des Zumutbaren. Beispiel: Verheiratete Eheleute mit zwei minderjährigen Kindern haben einen Gesamtbetrag der Einkünfte (bei Arbeitnehmern ist das in der Regel der Bruttoarbeitslohn abzüglich Werbungskosten wie Fahrtkosten und Arbeitsmittel) von 41 500 €. Die Zumutbarkeitsgrenze betrug bisher 1245 €. Nach der neuen Berechnung liegt sie bei 1091 €. Bei selbst getragenen Krankheitskosten (Arztrechnungen nach Abzug von Erstattungen, plus Fahrtkosten) von 3000 € machen sich nun 1909 Euro steuerlich bemerkbar (bisher nur 1755 €). Die konkrete Höhe der Steuerminderung ist vom jeweiligen Einzelfall abhängig. 300 000 Steuerbescheide werden zugunsten der Bürger geprüft, teilt das Landesamt für Steuern mit. Bis Ende September 2018 werden rund 300 000 zuvor ergangene Einkommensteuerbescheide zugunsten der Steuerbürger überprüft. Aufgegriffen werden dabei alle Fälle, bei denen in den Steuererklärungen der Vorjahre außergewöhnliche Belastungen (insbesondere Krankheits- und Pflegeaufwendungen) erklärt wurden, die zumutbare Belastung jedoch noch nach den alten Grenzen berechnet wurde. Verfahrensrechtliche Voraussetzung für eine Änderung ist jedoch, dass der Bescheid mit dem seit Ende August 2013 versehenen Vorläufigkeitsvermerk zur Frage der Verfassungsmäßigkeit einer zumutbaren Belastung bei Krankheits- und Pflegeaufwendungen bekannt gegeben wurde. Für weitere Auskünfte steht die Info-Hotline des Finanzamtes bereit: y (0261) 20 17 92 79.

Koblenzer Schängel vom Mittwoch, 22. August 2018, Seite 3 (21 Views)

ZURÜCK ZUR SEITE

 

<   August   >
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31