Koblenzer Schängel

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Eine Stadt, die für großen Radsport gemacht ist

Koblenz ist wieder Austragungsort einer Rundfahrt-Etappe

KOBLENZ. -schö- Koblenz, die Stadt großer Radsportereignisse, ist fast der logische Startort der Wiederauflage der Deutschland Tour. Und kaum ein Ort als das Deutsche Eck wäre prädestinierter für den Beginn. Nach zehn Jahren Abstinenz lebt die Rundfahrt wieder auf und verbindet sich mit der Hoffnung, dass neben den großen Rundfahrten in Frankreich, Italien, Spanien auch Deutschland wieder neben Holland und Belgien für ein besonderes Radsport-

festival sorgen kann.

Die Zeichen dafür stehen gut. Die Teilnahme des frischgebackenen Siegers der Tour de France 2018, des Walisers Geraint Thomas, adelt die Rundfahrt. Und dann ist da die Stadt Koblenz. Nicht dass sie große Radfahrer hervorgebracht hätte, allenfalls Rudi Altig, der Weltmeister von 1966 auf dem Nürburgring, der oft in der Rhein-Mosel-Stadt zu Gast war, könne regional gesehen der Stadt zugeschrieben werden. Und natürlich das Radsportteam „Lotto Kern-Haus“, 2010 von Florian Monreal gegründet. Monreal war selbst ein guter Radsportler und beweist seine eigentliche Stärke jetzt als Manager dieser erfolgreichen Radsportmannschaft.

Aber Koblenz hat noch mehr. Da war der 12. Juli 1992. Die achte Etappe der „Tour de France“ beginnt an diesem Tag im holländischen Valkenburg und endet nach 196,5 Kilometern im Herzen von Koblenz. Es bleibt neben dem „Internationalen Leichtathletiksportfest“ und den großen Tagen von TuS Neuendorf, als das Stadion auf dem Oberwerth noch aus allen Nähten platzte, das Größte, was die Stadt ihren Sportfans je zu bieten hatte.

Und da war dann noch die „Rheinland-Pfalz-Rundfahrt“. Von 1966 bis 2007 fand sie statt. Dann war wegen des um sich greifenden Dopings im Radsport Schluss. Die Rundfahrt mauserte sich im Laufe der Jahre zur wichtigsten in Deutschland. Große Namen wie Olaf Ludwig oder Marc Wauters haben sie gewonnen. Und 1998 Lance Armstrong. Da war Koblenz ausnahmsweise einmal kein Etappenort. Ansonsten war die Stadt fast immer Start- oder Zielort der Rundfahrt. Nur Bad Marienberg auf dem hohen Westerwald hat die Tour öfter gesehen.

Großer Sport gehört dorthin, wo Kommunen den Mut haben, ihren Bürgern etwas zu bieten und zugleich Werbung für sich selbst zu machen. Dass das Geld kostet, ist klar. Und doch prägen sie auf die Distanz gesehen das Gesicht einer Stadt und ziehen viele an, die das Besondere erleben wollen. Es bringt also auch etwas. Touristen, Neugierige und auch Geld.

26 Jahre nach der Tour 1992 ist wieder die ganz große Radsportwelt in der Rhein-Mosel-Stadt. Mit einem Tour-Sieger, der frischgekürter nicht sein könnte. Über Koblenz wird man wieder sprechen. Deutschlandweit. Und alle werden sehen, dass für die Tour durch Deutschland einer der schönsten Flecken gewählt wurde: Dort, wo Rhein-Mosel sich vereinen, da machen sich die besten Radsportler auf den Weg, um die deutsche Tour zu gewinnen.

Koblenzer Schängel vom Mittwoch, 22. August 2018, Seite 16 (18 Views)

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