Koblenzer Schängel

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LEG-Mieter bleiben im Schnitt elf Jahre

Immo-Gigant saniert auf Karthause umfassend und begründet (Preis-)Politik

- von Marcus Dietz -

KARTHAUSE. Seit einigen Wochen saniert die LEG mit Sitz in Düsseldorf ihre Immobilien auf der Karthause: Knapp anderthalb Jahre ist es her, dass wir von den Gefahren berichteten, die damals von Hochhausfassaden ausgingen. Viele Mieter bemängeln allerdings damit einhergehende künftige Mieterhöhungen (wir berichteten). Auf unsere Anfrage hin, hat sich die Eigentümerin bei uns zu Wort gemeldet und ihre Politik begründet.

Den Unmut und die Sorgen von gleich 30 Menschen hat der SPD-Bundestagsabgeordnete Detlev Pilger bei seinem Ortstermin gemeinsam mit Klaus Mindrup, dem baupolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, vorige Woche zu spüren bekommen. Pilgers Eindruck: Für die Mieter ändere sich nichts. Seit drei Jahren berichtet der „Schängel“ immer wieder darüber. Pilger nimmt die Sache ernst, ebenso sein Kollege Mindrup und will sie jetzt mit Oberbürgermeister David Langner besprechen.

Doch wir erinnern uns: So weit waren die Mieter schon im Dezember 2016: Damals nahm sich Langners Amtsvorgänger Joachim Hofmann-Göttig der Sache an. Sein Fazit klang schon im darauffolgenden Februar ernüchternd: „Die haben mich so mit ihren ständigen Vertröstungen so richtig verschaukelt.“ Zugegeben: Seine Wortwahl fiel unserer Zeitung gegenüber kräftiger aus. Doch stirbt jede Hoffnung bekanntlich zuletzt: Mit dem neuen Mann an Koblenz' Spitze könnte es vielleicht anders werden.

Definitiv anders geworden ist die Pressearbeit der LEG: Hatte man früher eher eine sehr lange Leitung beim Beantworten von Fragen, so reagiert die Pressestelle inzwischen prompt. Den Vorwürfen, die Sanierungsmaßnahmen unter anderem auch an den Fassaden in der Zwickauer Straße geschickt in energetische und damit auf die Mieter umlegbare umzumünzen, entgegnet sie auf unsere Anfrage: „Wir haben die Gebäude in der Naumburger Straße 2 bis 18 und in der Zwickauer Straße 4, 5 und 6 im April 2016 erworben. ( . . . ) Vereinzelte Schäden an den Fassaden, unter anderem abbröckelnde Fassadenteile, zwangen uns zwischenzeitlich zur Umzäunung der Gebäude. Nun werden wir die Fassade umfänglich erneuern. Dazu zählt auch, die Gebäudehülle energetisch und nach den gesetzlichen Bestimmungen zu sanieren, ( . . . ). was den Mietern Heizkosten spart ( . . . ).“ Derartige Kosten dürfen somit mit 11 % pro Jahr auf die Miete umgelegt werden. Die LEG weiter: „Die Mieterhöhung in der Zwickauer Straße entspricht im Schnitt rund 1,52 € je Quadratmeter. Mit einer dann erreichten durchschnittlichen Nettokaltmiete liegen wir selbst nach der Sanierung bei nur 6,83 € pro Quadratmeter.“ Die LEG bezieht sich hier auf den direkten Vergleich mit der durchschnittlichen Miete in diesem Postleitzahlengebiet: „Dieser“, so die LEG weiter, „liegt bei 7,71 € pro Quadratmeter“. In der Zwickauer Straße stehen zudem weitere Arbeiten an wie Baumschnitt und eine Sanierung der Balkone, die die LEG zu 100 % trägt.

Auch in der Naumburger Straße sind der LEG zufolge neben Instandhaltungsarbeiten Wärmedämmungsmaßnahmen geplant. Insgesamt steige die durchschnittliche Nettokaltmiete hier von 6,01 € auf 7,16 € pro Quadratmeter – also auch noch unter dem Vergleichsniveau. Und die LEG ist sich sicher: Die überwiegende große Mehrheit fühle sich bei ihr wohl: „Im Schnitt halten uns die Mieter elf Jahre lang die Treue!“

Koblenzer Schängel vom Mittwoch, 15. August 2018, Seite 5 (57 Views)

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