Koblenzer Schängel

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In einer Reihe mit Barcelona

Fortuna Düsseldorf hat im Pokal für reichlich Schlagzeilen gesorgt

DÜSSELDORF. -mas- Bei Zitaten von Uli Hoeneß gilt es vorsichtig zu sein. Zu gern haut der Bayern-Boss einen raus, um von anderen Problemen abzulenken. Vor nicht allzu langer Zeit nannte er Fortuna Düsseldorf einen „schlafenden Riesen“ und auf lange Zeit gefährlich für die Bayern. Jener „schlafende Riese“ ist nun am Sonntagnachmittag Gast der Rot-Weißen im DFB-Pokal.

Im Pokal hat die Fortuna in ihrer langen Vereinshistorie für reichlich Schlagzeilen gesorgt. 1979 und 1980 gewann man den Pokal, 1979 gelang gar der Einzug ins Europapokalfinale, wo man sich dem großen FC Barcelona geschlagen geben musste – die Spanier stehen nun also in einer Reihe mit den Koblenzern in der Übersicht der Fortuna-Gegner. Die vergangenen Jahre waren jedoch eine Achterbahnfahrt für die Elf vom Niederrhein, die nach dem Bundesliga-Abstieg 1996 bis in die Viertklassigkeit abgerutscht war und nach einem erfolglosen Intermezzo 2012/13 nun erneut versucht, sich im Oberhaus des deutschen Fußballs zu etablieren.

An der mangelnden Erfahrung des Trainers wird es jedenfalls nicht liegen: Friedhelm Funkel führte die Fortunen zurück in die Bundesliga. Und mit Pokalüberraschungen kennt sich Funkel auch bestens aus, er gewann 1985 als Spieler mit Bayer Uerdingen den Pokal, seinerzeit bezwang man im Endspiel die großen Bayern. Doch Koblenz ist für Düsseldorf kein gutes Pflaster: Die letzten zwei Spiele im Stadion Oberwerth gingen verloren. In der Zweitliga-Saison 2009/ 10 schoss Mergim Mavraj die TuS zum Sieg, eine Saison später im DFB-Pokal war auf TuS-Seiten Johannes Rahn der gefeierte Siegtorschütze.

Aus der aktuellen Fortunen-Mannschaft ist jedoch niemand mehr dabei, der eines dieser zwei Spiele miterlebt hat. Auch liest sich der Kader für die Bundesliga-Saison weniger prominent im Vergleich zu den Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg. Da wäre Ex-Bayern-Keeper Michael Rensing, der aber keinen Stammplatz sicher hat, oder ein Marvin Ducksch, der in der Vorsaison mit Holstein Kiel die Zweite Liga aufgemischt hat. Oder auch Verteidiger Kaan Ayhan, vor fünf Jahren mit Schalke 04 in Koblenz bei der TuS zu Gast, damals gerade von den A-Junioren aufgerückt und noch grün hinter den Ohren. Nun hat er sich seinen Platz im Bundesliga-Kader mit starken Leistungen in der Zweiten Liga verdient.

Ansonsten lebt die Mannschaft von ihrer Geschlossenheit, was es jedem Gegner schwer macht. Das allerdings trifft auf Rot-Weiß Koblenz nicht minder zu, so dass sich die Zuschauer auf ein packendes Kampfspiel zweier durchaus auch spielstarker Mannschaften freuen können, das dem Publikum eine ganze Menge bieten dürfte.

Koblenzer Schängel vom Mittwoch, 15. August 2018, Seite 12 (50 Views)

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