Mülheim-Kärlich AW

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Vom Rennsport hin zu Oldtimern

Der Automobilclub im ADAC Mülheim-Kärlich zieht mittlerweile Hunderte Oldtimerfans zu den Treffen in die Region

- von Corinna Mühlbauer -

MÜLHEIM-KÄRLICH. Historische Fahrzeuge, Young- oder Oldtimer, die in kleinen Gruppen über die Landstraßen ziehen – der ein oder andere Blick geht den gut gepflegten Vierrädern aus alten Zeiten nach – Nostalgie kommt auf. Der Automobilclub (AC) im ADAC in Mülheim-Kärlich, der auf den Trend der Oldtimer aufgesprungen ist, fing in den 1970er Jahren im Segment des Rennsports an – damals noch mit einer beschaulich kleinen Gruppe, die mittlerweile gewachsen ist. Sie alle verbindet eins: Die Leidenschaft an historischen Fahrzeugen.

„1972 begann alles mit einem Treffen an einer Tankstelle in Mülheim-Kärlich“, erklärt Rolf Schmitz, der seit 2011 erster Vorsitzende des AC ist. Durch die Verbindungen zum Hotel Grüters wurden dort auch die regelmäßigen Treffen des neu formierten Vereins gehalten – bis heute. „Wir treffen uns jeden ersten Dienstag im Monat um 19.30 Uhr und jeder ist willkommen, der Interesse hat“, betont Schmitz. Er selbst ist schon lange aktiv im Motorsport, unter anderem für die Youngtimer-Trophy, zu der er mit seinem Team gemeinsam mit Andreas und Tim Linden startet. In der Sparte des Motorsports begannen auch die Gründungsmitglieder des AC in Mülheim-Kärlich. Neben Rundsteckenrennen und Rallye, war auch der Kartsport im Fokus der Mitglieder.

Aktiv im Motorsport

Die Gründungsmitglieder waren damals Rudi Dötsch, bekannt aus Formel 3-Rennen der 1970er Jahre, Erich Kalter und Wolfgang Baulig.

Auch heute spielt der Motorsport für den AC noch eine sehr wichtige Rolle. Falk Künster, der ebenfalls Mitglied des Clubs ist, fährt erfolgreich bei historischen Formel 3-Rennen mit. Die Aktivitäten im Motorsport standen seit der Gründung des AC im Vordergrund, sodass das Vereinsleben selbst in den Hintergrund geriet. Rolf Schmitz, Horst Dähler, zweiter Vorsitzender des AC, und Armin Knöll, Kassenwart, riefen im Jahr 2005 wieder die regelmäßigen Treffen im Hotel Grüters ins Leben. „Dann kam mit einem Mal auch der Oldtimer-Boom“, führt Dähler weiter aus. Die Leidenschaft für alte Autos teilte auch Dähler, der sich mit Oldtimern bereits in den 1990er Jahren beschäftigte.

Oldtimertreffen werden neue Tradition

Im Jahr 2011 übernahmen Rolf Schmitz und Horst Dähler den Vorstand des Clubs. Da sich bereits das gestiegene Interesse an Oldtimer deutlich zeigte, riefen die Mitglieder im Jahr 2012 ein erstes Young- und Oldtimertreffen ins Leben. Ab diesem Zeitpunkt wurde dies zu einem jährlichen Pflichttermin für die Mitglieder und die Teilnehmerzahlen sprechen für sich: In diesem Jahr sind mehr als 200 Teilnehmer mit ihren Young- und Oldtimern nach Mülheim-Kärlich gekommen. „Da wurde es doch sehr eng auf dem Firmengelände AKS Dommermuth“, erklärt Schmitz. „Angefangen haben wir mit ungefähr 20 Teilnehmern“, erinnert sich Dähler. Aus diesem Grund sind die Clubmitglieder froh, dass das Autohaus Zender eine weitere Fläche für das diesjährige Treffen zur Verfügung gestellt hat.

Ein anderes Fahrgefühl

„Wir machen außerdem regelmäßige Ausfahrten“, erklärt Dähler weiter. In kleinen Gruppen geht es dann durch malerische Landschaften und zu sehenswerten Ausflugszielen. „Ich suche immer schöne Strecken für die Fahrten aus“, führt er aus. „Das Fahren mit einem Oldtimer, einem Auto, das mindestens 30 Jahre oder älter ist, unterscheidet sich schon sehr von den neuen Modellen.“ Ohne Servolenkung in Ledersitzen, die vor allem bei heißem Wetter eine Herausforderung sind, merkt jeder den Unterschied. Die Sitze, die sehr viel mehr federn, bringen Fahrer und Beifahrer ordentlich ins Wanken. „Doch es macht einfach unglaublichen Spaß“, freut sich Dähler und ist besonders stolz auf seinen fertig restaurierten Opel Rekord C Coupé 1900 S. Mit viel Liebe und Sachverstand half damals ein langjähriger Freund bei der Restauration. „Ich achte auch immer darauf, dass ich Originalteile verbaue. Auch wenn das häufig Zeit kostet“, erklärt der Oldtimerfan.

Nostalgie und emotionale Verbindungen

„Auf Messen sieht man häufig höherklassige Oldtimermodelle, doch gerade diese ,Brot und Butter' sind sehr viel interessanter für Liebhaber.“ Mit diesen Autos verbinden die Menschen noch etwas – der emotionale Wert ist sehr viel höher. Und der ist am Ende auch das, was diese Leidenschaft für historische Autos antreibt – nicht der finanzielle Wert mancher seltener Oldtimer, der sich durch eine „Preisexplosion“ schon enorm verändert hat. Im AC haben sich Mitglieder gefunden, die diese Begeisterung teilen. Rund 15 Mitglieder nehmen an den regelmäßigen Treffen einmal im Monat teil, darunter auch Rainer Zerwas, Armin Knöll, Gerd Fack und Günther Eichhorn, die ebenfalls die Leidenschaft für Oldtimer teilen.

Weitere Infos zum AC: www.ac-m-k.homepage. t-online.de.

Mülheim-Kärlich AW vom Samstag, 28. Juli 2018, Seite 5 (56 Views)

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