Koblenzer Schängel

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In unserem Stadtvorstand ist ja nun wirklich Bewegung drin. Die Damen und Herren sind je nach Verantwortungsbereich und Temperament immer in Bewegung, aber am schnellsten dreht sich in den letzten Monaten das Personalkarussell. Dass der Besetzer des Chefsessels in diesem Jahr wechseln würde, wussten wir ja seit acht Jahren schon und war daher keine Überraschung. Dass aber auch der Sessel des Bürgermeisters, in unserem Falle der Bürgermeisterin, schnell neu besetzt werden muss, war nicht voraus zusehen.

Frau Hammes-Rosenstein war eine hervorragende Bürgermeisterin, darum wurde sie auch vor drei Jahren mit überwältigender Mehrheit für eine zweite Amtsperiode wiedergewählt. Die CDU-Frau wurde quer durch die Parteienlandschaft im Amt bestätigt – und das heißt schon was.

Jetzt hat Frau Hammes Rosenstein das berühmte Handtuch geworfen, um ihre ganze Kraft zur Bekämpfung ihrer Krankheit einsetzen zu können. Eine heimtückische Krankheit hat sie aus heiterem Himmel heimgesucht, das tut nicht nur mir, sondern – da bin ich fest von überzeugt – allen Bürgern dieser Stadt leid, die sie kannten oder mit ihr zu tun hatten. Immer kompetent, freundlich, nie von oben herab, also auf Augenhöhe, hat sie ihr schwieriges Dezernat geleitet. Eine große Leistung war zum Beispiel die Bewältigung der Flüchtlingswelle, die vor drei Jahren auch Koblenz heimsuchte. Sozial- und Jugendamt gehörten zu ihrem Aufgabengebiet, von der Aufgabenstellung her schwierige Ämter. Die schwierigste Aufgabe war wohl für sie, das Ordnungsamt im Griff zu haben. Frau Hammes-Rosenstein würde das natürlich nie zugeben, dafür ist sie zu fein und zu menschlich.

Die Bürgermeisterin war auch Chefin der Berufsfeuerwehr. Eigentlich eine Männerdomäne, aber sie hatte das volle Vertrauen der Feuerwehrfrauen und -männer. Jetzt werden einige sagen das heißt doch nichts, die Frau von der Leyen kommandiert sogar die Bundeswehr. Das stimmt, aber im Gegensatz zu dem, was man von unserer Verteidigungsarmee hört, funktioniert unsere Feuerwehr, sie ist einsatzbereit und schlagkräftig, auch dank der Oberfeuerwehrfrau Ham mes-Rosenstein.

Jetzt hat sie leider unfreiwillig ihren Hut nehmen müssen, was man als Bürger dieser Stadt nur bedauern kann. Alle Schängel-Leser und ich wünschen ihr und ihrer Familie, dass ihr Rücktritt nicht umsonst war und sie die Kraft findet, ihre Krankheit erfolgreich zu bekämpfen. Möge sie ihr fröhliches Lachen nicht verlieren. Wenn alles gut geht, lasse ich gerne mal wieder, wenn sie es wünscht, für sie die „Kuh von Peru“ fliegen.

Manfred Gniffke

Koblenzer Schängel vom Mittwoch, 27. Juni 2018, Seite 3 (26 Views)

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