Koblenzer Schängel

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„Ich möchte da sein, wo ich gebraucht werde“

Ehrenamtliches Engagement bei der Hospizarbeit / Noch Plätze für Befähigungskurs im August frei

KOBLENZ. Ehrenamtliche Mitarbeiter des Koblenzer Hospizverein begleiten seit 27 Jahren schwerstkranke und sterbende Menschen. Ohne dieses ehrenamtliche Engagement und die vielfältige Unterstützung wäre die Hospizarbeit in der Form nicht möglich. Maria Leyk ist durch einen Artikel in einer lokalen Zeitung auf den Koblenzer Hospizverein aufmerksam geworden und hat einen Befähigungskurs belegt.

„Da ich mich ehrenamtlich engagieren wollte, wusste ich beim Lesen, das ist es für mich. Ich habe mich zu dem Kurs 2017 angemeldet. Mein Wunsch war es, Menschen in Altenhilfeeinrichtungen zu begleiten oder in der eigenen Wohnung. Für mich war der Kurs sehr gut und hat mich bestärkt, genau das Richtige zu tun. Ich bin in eine andere Gedankenwelt gekommen, konnte an mir arbeiten und mich in meinen Handlungsweisen reflektieren. Jetzt habe ich mein Zertifikat und schon zwei Begleitungen in einer Altenhilfeeinrichtung übernommen. Ich möchte da sein, wo ich gebraucht werde. Und es gibt für mich nichts Schöneres, als ein dankbares Lächeln zu sehen“, erzählt Maria Leyk. Die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen auf ihrer letzten Wegstrecke ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die mit hohen Anforderungen an die ehrenamtlichen Hospizhelfer verbunden ist. Daher ist eine sorgfältige Vorbereitung auf diesen Dienst erforderlich.

Neben der Bereitschaft zur Zuwendung und zu mitmenschlichem Verhalten und dem Erwerb von Wissen ist es notwendig, sich in der Vorbereitungsgruppe der Auseinandersetzung mit seinem eigenen Erleben von Krankheit, Sterben, Tod und Trauer zu stellen. Von großer Bedeutung ist es die eigenen Fähigkeiten zu erkennen und zu entwickeln und gleichzeitig die eigenen Grenzen wahrzunehmen und zu akzeptieren. Dies hilft den zukünftigen Hospizhelfern, die Motivation ihres Engagements zu klären und zu überprüfen.

Aktuell gibt es Grund zur besonderen Freude: 15 Teilnehmer haben den Vorbereitungskurs im Juni erfolgreich abgeschlossen. Sie sind bereit, schwerstkranken und sterbenden Menschen sowie deren Angehörigen zur Seite zu stehen. Die Einsätze erfolgen ambulant in der häuslichen Umgebung oder in Heimen, im stationären Hospiz sowohl bei Erwachsenen als auch in Familien mit erkrankten Kindern- und Jugendlichen.

Beim 2. Rheinland-Pfälzischen Hospiz- und Palliativtag in Mainz zum Thema „Vernetzung in der Hospiz- und Palliativarbeit“ hatte die frisch ausgebildete und zertifizierte Maria Leyk die Möglichkeit, einige Worte mit der Schirmherrin und Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler zu wechseln. Mit im Bunde die Bildungsreferentin des Koblenzer Hospizvereins Daniela Kiefer-Fischer. Sie möchten die Hospizarbeit unterstützen? Am 16. August startet ein neuer Befähigungskurs zur ehrenamtlichen Mitarbeit im Koblenzer Hospizverein. Es sind noch einige Plätze frei. Interessierte können sich telefonisch und/oder persönlich in der Geschäftsstelle des Koblenzer Hospizvereins, bei Daniela Kiefer-Fischer, oder unter y (0261) 57 93 790 melden.

Weitere Infos: www. hospizinkoblenz.de, www.hospizinkoblenz.de/ hospizverein/ehrenamt.php

Koblenzer Schängel vom Mittwoch, 27. Juni 2018, Seite 11 (50 Views)

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