Rhein-Wied Kurier

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Das Brot kommt nicht aus

dem Supermarkt

Lernprojekt an Kindergärten und Grundschulen gestartet

NIEDERBIEBER. -es- Einen ganz besonderen Anlass gab es in der vergangenen Woche für ein Treffen von Kindern aus Neuwieder Kindergärten und Grundschulen auf dem Außengelände des Waldorfkindergartens in Niederbieber: Das kreisübergreifende Projekt „Vom Korn zum Brot“ startete.

Allein in der Deichstadt beteiligen sich zehn Einrichtungen – entlang der Raiffeisenstraße sind es sogar 35.

Passend zum Raiffeisenjahr erhielten die Kinder in Niederbieber Weizensaat, die sie selbst einpflanzen können. Mit dieser Aktion möchten die Initiatoren, Petra Neuendorf, Leiterin des Amts für Stadtmarketing, und Josef Zolk, stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaf, an die Ideen zum solidarischen Handeln von Friedrich Wilhelm Raiffeisen anknüpfen. Mit seinen Brotvereinen legte der ehemalige Bürgermeister von Heddesdorf den Grundstein für die spätere Genossenschaftsbewegung.

„Uns ist wichtig, das Thema das ganze Jahr hinweg in einem längerfristigen Prozess aufzugreifen. Wir sind gespannt, was daraus wird“, so Oberbürgermeister Jan Einig bei der Übergabe. In einer Fragerunde mit den Kindern erklärte er unter anderem auch, dass das Brot eben nicht aus dem Supermarkt, sondern vom Bauern beziehungsweise vom Feld kommt.

Nachdem die Kinder die Saat gemeinsam gewogen und in Papiertüten gefüllt haben, werden sie sie in den verschiedenen Einrichtungen in gesponsorte Pflanzkisten einpflanzen und bis zur Ernte, die im Herbst erfolgen kann, pflegen. Dabei dokumentieren sie die Entwicklung der Pflanzen mit selbst gemalten Bildern in Skizzenbüchern. Die Ernte wird dann zur Mühle gebracht und anschließend gemeinsam Brot gebacken – ganz nach dem Motto „Was einer nicht schafft, das schaffen viele“.

Bürgermeister Michael Mang freut sich über das Projekt im Rahmen des Raiffeisenjahres und weist auf dessen Bedeutung hin: „Es ist wichtig, dass wir die Ideen von Raiffeisen bewahren und das Feuer weitergeben.“

Auch Ina Koch, Leiterin der Sonnenlandschule, ist begeistert vom Projekt: „Traditionell haben wir das Thema vom Korn zum Brot in der dritten Klasse und die Kinder finden es immer toll, wenn sie etwas pflanzen und beim Wachsen beobachten können. Die Zusammenarbeit mit den anderen Kindern ist zudem ein besonderes Zeichen.“

Rhein-Wied Kurier vom Mittwoch, 28. März 2018, Seite 10 (76 Views)

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