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Die gesetzliche Pflegeversicherung zahlt für viele Leistungen rund um die Pflege. „Viele Pflegebedürftige und deren Angehörige wissen nicht, wofür zusätzliche Gelder für die Pflege in den eigenen vier Wänden bereitgestellt werden. Und wo und wie man diese beantragen kann“, sagt Stefan Schaaf, Geschäftsführer von Home Instead Limburg. Er hat für uns die wichtigsten Informationen zusammengestellt.

Die Leistungen im Einzelnen:

Entlastungsleistungen

Pro Monat stehen jedem Pflegebedürftigem ab Pflegegrad 1 125 € zur Verfügung. Diese können z. B. für die Unterstützung im Haushalt (wie Kochen, Putzen oder Einkaufen), die Begleitung zum Arzt, einen Spaziergang oder zum gemeinsamen Spielen genutzt werden. Dieser Betrag ist nicht bar auszahlbar. Wer in 2017 die Leistungen nicht in Anspruch genommen hat, kann diese noch dieses Jahr bis Juni 2018 bei der Pflegekasse durch Inanspruchnahme eines Betreuungsdienstes abrufen.

Verhinderungspflege

Bis zu 1612 € jährlich stehen Pflegebedürftigen ab Pflegegrad 1 für Betreuungsleistungen in den eigenen vier Wänden zur Verfügung. Sollten Gelder aus der Kurzzeitpflege noch nicht in Anspruch genommen sein, kommen noch mal bis zu 806 € dazu. Diese Gelder können nicht ins folgende Jahr übertragen werden. Für Entlastungsleistungen und die Verhinderungspflege kommen speziell geschulte Betreuer oder auch Alltagsbegleiter, wie z. B. von Home Instead, ins Haus. Die Betreuer sind auch im Umgang mit demenziell veränderten Menschen gut geschult.

Pflegehilfsmittel

Bis zu 40 € im Monat stellt die Pflegekasse für sogenannte „zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel“ zur Verfügung. Das können z. B. Einmalhandschuhe oder Inkontinenzvorlagen sein. Notwendige Pflegehilfsmittel, wie Rollstühle, Rollatoren oder Pflegebetten werden auf Antrag zur Verfügung gestellt. Eine Begrenzung der Kosten gibt es nicht.

Umbauten

Für sogenannte „Wohnumfeld verbessernde“ Maßnahmen, wie der Einbau eines Treppenliftes, die Türverbreiterung oder auch der Umbau des Bades stehen pro Projekt bis zu 4000 € zur Verfügung und maximal 16 000 € pro Jahr. Wichtig ist, dass der Antrag vor dem Umbau gestellt wird.

Pflegeberatung

Jeder pflegende Angehörige hat den Anspruch auf eine kostenlose, individuelle Pflegeberatung. Dabei werden die eigenen Ansprüche besprochen, aber auch wie pflegende Angehörige entlastet werden können. Ein wichtiges Thema ist auch die Prüfung, ob der Pflegegrad noch stimmt. Dieses ist nur ein Überblick und kann keine persönliche Beratung ersetzen. Jeder Pflegefall ist ganz individuell.

Einen Termin für ein kostenloses Informationsgespräch gibt es unter q (06431) 2127702 oder limburg@homeinstead.de.

Lahn-Post D AW vom Samstag, 3. März 2018, Seite 12 (151 Views)

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