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Welttag des Hörens: Hörgesundheit wird unterschätzt

REGION. Heute ist „Welttag des Hörens“ – ins Leben gerufen von der Weltgesundheitsorganisation WHO und hierzulande unterstützt vom Bundesverband der Hörgeräte-Industrie. Das Motto dieses Jahr lautet: „Hear the future“, frei übersetzt mit: „Höre die Zukunft“. Damit das gelingt, will der Tag das Bewusstsein dafür steigern, etwas mehr auf die Gesundheit des eigenen Gehörs zu achten.

Die vom Bundesverband der Hörgeräte-Industrie (BVHI) und Kantar TNS anlässlich des Welttages durchgeführte Studie verdeutlicht, dass das Thema Hörgesundheit in der Vorsorge immer noch nicht den Stellenwert besitzt, wie vergleichsweise die Zahnprofilaxe oder der Sehtest. Grund ist häufig, dass die Symptome für eine Hörminderung nicht frühzeitig erkannt oder unterschätzt werden. Dr. Stefan Zimmer vom Bundesverband der Hörgeräte-Industrie: „Die Studie belegt, dass Hörminderungen verbreitet sind: Sechs von zehn Befragten kennen demnach Menschen mit Hörminderungen. Allerdings sind über zwei Dritteln der Befragten die möglichen Folgen unbehandelter Schwerhörigkeit nicht bekannt, wie Stress, Depression, soziale Isolation oder ein erhöhtes Demenzrisiko.“

Risiko Hörminderung

Die Umfrage bestätigt außerdem: 72 % der Befragten sehen eine Hörminderung als Einschränkung der eigenen Lebensqualität, 66 % sagen sogar, dass sie ein Sicherheitsrisiko darstellt. Denn schon eine geringe Hörminderung beeinträchtigt unseren Alltag massiv und zwar in allen Altersgruppen. Sei es bereits in jungen Jahren durch auftretende Lernschwächen bei Kindern, Überlastung im Job oder Gefahren im Straßenverkehr. Umso wichtiger ist es als Gesundheitsvorsorge, regelmäßig einen Hörtest zu machen und Hörprobleme bei seinen Mitmenschen offen zu thematisieren.

Zusammen mit der WHO und unter der Schirmherrschaft von Gesundheitsminister Hermann Gröhe rufen deutsche HNO-Ärzte sowie Akustiker dazu auf, dass Gehör aktiv zu schützen: „Wir brauchen den „Welttag des Hörens“. Denn er erinnert uns daran, mit unserem Gehör sorgsam umzugehen. Unser Gehör schützt uns aber auch vor Gefahrensituationen, wie zum Beispiel vor einem herannahenden Auto, es gibt uns in fremden Räumen Orientierung und sorgt für einen guten Gleichgewichtssinn. Hören kann lebenswichtig sein. Deshalb sollten wir mit unserem Gehör sorgsam umgehen.“

Lahn-Post D AW vom Samstag, 3. März 2018, Seite 12 (144 Views)

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