Lahn-Post D AW

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Zu Fuß im kalten Lavastrom

Auf leichter Frühlingstour durch die heiße vulkanische Vergangenheit der Vordereifel

Der Vulkanpfad bei Ettringen macht seinem Namen alle Ehre. Die Ersteigung und Passage des Kraterwalls am Ettringer Bellberg vermittelt Vulkanismus hautnah. Spektakulär und abenteuerlich ist aber auch die Wanderung durch das Kottenheimer Winfeld, wo riesige Basaltsäulen und Felsen nicht nur Kletterer begeistern.

Wir wenden uns von der Hochsimmerhalle zunächst nach rechts entlang der K 20, biegen aber bald nach links In der Wiesen und nach 50 Metern erneut links Am Layenpfad ab. Durch das ruhige Wohngebiet wandern wir stetig bergan und orientieren uns an den Wegweisern des Vulkanpfades sowie den Hinweisen auf den Bellberg, den wir nach Metern erreichen. Tief unter uns gähnt das Loch des riesigen Tagebaus, gegenüber sehen wir den steilen Kraterrand, den wir später erklimmen werden. Vor allem genießen wir den Panoramablick, der sich uns in alle Richtungen eröffnet.

Auf dem Kammpfad dürfen wir dann unsere Wanderung fortsetzen und dabei den Blick nach Mayen und zur Ettringer Lay schweifen lassen. Bei Kilometer 2,2 geht es vor dem zweiten Heckenriegel nach links wieder Richtung Wald. Nun beginnt der erneute Aufstieg zum Kraterrand. Erst gemächlich, dann auf einem mit Informationstafeln bestückten Treppenpfad erklimmen wir die Flanke des ehemaligen Vulkans. Schließlich stehen wir vor dem senkrecht aufragenden Kraterwall: Lianen gleich hängen Efeuranken herab und geben der Szenerie eine verwunschene Atmosphäre.

Mehrere Höhlen oder Stollen sind in den Kraterwall gegraben, ohne Taschenlampe sieht es duster aus. Doch unser Pfad führt nicht in die Unterwelt, sondern folgt dem Wall außen herum. Nur noch wenige Höhenmeter trennen uns von einem schönen Rastplatz mit sagenhaftem Premiumausblick. Nach einem letzten Blick in den Kraterschlund, wenden wir uns nach 3,3 Kilometern rechts mit einem steilen Pfad abwärts. Bei Kilometer 3,7, biegen wir an zwei markanten Basaltbrocken links auf einen Weg ab- und nun beginnt das Abenteuer! Urplötzlich eröffnet sich vor uns ein Labyrinth aus Basaltfelsen. Wir wandern mitten durch das weitläufige Lavafeld bei Kottenheim. Viele Felsen sind unauffällig markiert, denn hier befinden wir uns zugleich in einem Kletterparadies.

Das orange Traumpfad-Logo führt uns sicher durch das Felsenwirrwarr, Tafeln erklären interessante Details von der Geologie bis zur Mühlsteingewinnung. Nach knapp 5 Kilometern erreichen wir eine Felsgruppe nebst Rastplatz mitten im Wald, einen Kilometer weiter erwartet uns am Hartborn Brunnen kühles Nass. Weniger Schlenker später endet diese großartige Vulkantour, führ die man sich in jedem Fall ausreichend Zeit nehmen sollte.

Buchtipp: Traumpfade Jubiläumsausgabe 2018, 27 Premium-Rundwanderungen an der Mosel, am Rhein und in der Eifel, GPS-Daten und Detailkarten, 12,95 €. Für Kurzwanderungen: Traumpfädchen – Die schönsten Spazier-Wanderwege mit Anbindung an die App-Traumtouren, 9,95 €, www.ideemediashop.de

Touristinfo: Vordereifel, Kelberger Str.26, 56727 Mayen, y (02651) 80 09 59, www.vordereifel.de

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Lahn-Post D AW vom Samstag, 3. März 2018, Seite 11 (890 Views)

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