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Das Thema Klimaschutz geht alle an

Zu Energieanbietern mit umweltschonenden Produkten wechseln/ Energieeffizientes Bauen

Die Energiewende in Deutschland ist seit 2011 beschlossene Sache, der Ausbau erneuerbarer Energien schreitet voran.

Viele fragen sich, ob und wie sie selbst als Nutzer einer Ölheizung und als Strombezieher ihren ganz persönlichen Beitrag zur Energiewende leisten können. Tatsächlich wäre der Wechsel zu einem umweltbewussten Energieanbieter bereits ein Schritt in diese Richtung.

Verbraucher sollten darauf achten, dass der Anbieter auch Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen offeriert. Ökostrom ist derzeit nicht viel teurer als Graustrom, bei dem auch Strom aus Kernenergie angeboten wird.

Steht man vor der Entscheidung, sich eine neue Heizanlage anzuschaffen, sind Pelletheizungen eine attraktive Option. Sie kommen der Energiebilanz zugute, denn Holzpellets sind CO2-neutral. Beim Verbrennen wird nur das vom Baum beim Wachsen aufgenommene CO2 frei, welches auch beim Verrotten des Holzes im Wald freigesetzt würde.

Auch wer noch mit Öl heizt, kann Gutes tun: klimaaktives Heizöl produziert zwar klimaschädliches CO2, der produzierte CO2-Ausstoß kann aber über Klimaschutzprojekte an anderer Stelle „neutralisiert“ werden. Auch das trägt zum weltweiten Klimaschutz bei. CO2-Emissionen, die durch die Verbrennung entstehen, werden durch den Erwerb von Zertifikaten für Projekte nachhaltiger Energiegewinnung in der Welt neutralisiert.

Schon beim Hausbau auf die Energiebilanz achten: Strom, Heizung und Warmwasser sind nicht die einzigen Positionen in der Energiebilanz eines Hauses. Mindestens ebenso wichtig ist der Faktor der sogenannten grauen Energie. Dahinter verbirgt sich der Energieverbrauch, der in der Bauphase und bereits davor bei der Produktion der Baustoffe entsteht. Rund ein Viertel der Gesamtenergiebilanz eines Hauses entfällt auf die Baustoff. Wer entsprechenden Wert auf die Auswahl der verwendeten Baumaterialien legt, kann bereits in dieser Phase zu Umweltschutz und einer zeitgemäßen Energiebilanz beitragen.

Energieeffizient bauen: Der Energieverbrauch in der Bauphase hat großen Einfluss auf die ökologische Qualität eines Gebäudes. „Gerade beim derzeitigen Trend zu Niedrigstenergiehäusern gilt es, die Waage zu halten“, erklärt Diplom-Ingenieur Andreas Krechting. „Für diese Gebäudetypen hat die Bewertung der grauen Energie eine besondere Bedeutung.“ Daher gelte es bei der Wahl des Baustoffes, nicht nur die Energieeffizienz des fertigen Hauses, sondern auch den Energieaufwand bei der Herstellung zu berücksichtigen. Unabhängige Untersuchungen zeigen, dass Rohbauten aus Leichtbeton besonders nachhaltig sind. Neben den guten Dämmeigenschaften überzeugt die Energiebilanz bei der Produktion. Die aus den natürlichen Rohstoffen Bims und Blähton gefertigten Leichtbetonsteine härten in Hochregallagern aus, die nicht beheizt werden müssen. Der energetische Aufwand ist fast gleich null.

Neue Fenster einbauen: Was gibt es Schöneres als nach einem Winterspaziergang in ein kuschelig warmes Wohnzimmer nach Hause zu kommen? In vielen Altbauten haben angenehme Temperaturen aber einen hohen Preis und belasten das Klima mehr als nötig. Häufige Schwachpunkte sind hier Fenster, die schlecht isolieren. Der Einbau neuer Fenster mit Isolierverglasung verspricht eine dauerhafte Verbesserung von Wärmeschutz und Energiebilanz.

Neuwied AW vom Samstag, 17. Februar 2018, Seite 14 (19 Views)

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