Westerwald-Post Süd AW

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Metaller gehen auf die Straße

Das Jahr startet mit Warnstreiks in Metall- und Elektro-Industrie

REGION. Die IG Metall im Bezirk Koblenz ruft in der bevorstehenden Woche rund 10 000 Beschäftigten aus 13 Betrieben zu Warnstreiks in der Region auf.

Zuvor wurden zwei Verhandlungen im vergangenen Jahr ergebnislos beendet. Die IG Metall fordert für die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie 6 % mehr Entgelt und Ausbildungsvergütungen sowie „selbstbestimmte Arbeitszeiten, die zum Leben der Beschäftigten passen“.

Die Arbeitszeit soll auf bis zu 28 Stunden für maximal zwei Jahre reduziert werden können. Das Neue daran: ein Rückkehrrecht zur ursprünglichen Arbeitszeit.

Grundsätzlich führt die verkürzte Arbeitszeit zu weniger Geld. Damit die Wahloption jedoch nicht am Geld scheitert, soll es in besonderen Fällen einen Entgeltzuschuss geben. Hierzu gehöre die Zeit für Familie sprich Kindererziehung und die Pflege von Angehörigen. Außerdem Zeit für die Gesundheit, d.h. einen Zuschuss für Beschäftigte in Schichtarbeit oder mit anderen belastenden Arbeitszeiten.

Ali Yener, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Koblenz: „Mit unserer Forderung wollen wir den Einstieg in eine moderne Arbeitswelt mit selbstbestimmten Arbeitszeiten und sozialer Verantwortung aller erreichen.“ Die IG Metall und ihr regionaler Chef wissen: „Die wirtschaftliche Lage ist hervorragend. Die Unternehmen verdienen gutes Geld und können sich das leisten. Und wer die Fachkräfte von morgen haben will, muss heute handeln.“

Die IG Metall Koblenz, der u.a. auch Betriebe aus dem Rhein-Lahn-Kreis, dem Westerwald um Montabaur und den Verbandsgemeinden Mülheim-Kärlich sowie Vallendar angehören, ist selbstbewusst. Yener: „2017 waren wir sehr erfolgreich. Wir haben viele Mitglieder gewonnen und somit unsere betriebliche Stärke ausgebaut. Diese Stärke werden wir von der nächsten Woche an nutzen, um unsere Forderungen durchzusetzen.“

Westerwald-Post Süd AW vom Samstag, 6. Januar 2018, Seite 1 (72 Views)

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