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Anstieg wahrscheinlich erst mittelfristig

Gaspreis und Ölpreis könnte 2018 zunächst niedrig bleiben

2017 war ein gutes Jahr für Gasheizer – und 2018 verspricht ähnlich gute Preise. Trotz in Deutschland und international stark steigender Nachfrage halten sich die Kosten für Verbraucher auf stabil niedrigem Niveau. Das könnte sich mittelfristig jedoch ändern.

Der durchschnittliche Gaspreis für Endverbraucher reduzierte sich von Januar bis November nach Daten des Internet-Portals Check24 um 1,2 %. Erstmals seit Jahren sei der Durchschnittspreis unter sechs Cent je Kilowattstunde gesunken. So günstig war Gas zuletzt im Jahr 2005.

Preiserhöhungen auf breiter Front müssen die Gaskunden auch im nächsten Jahr zunächst nicht befürchten. Leicht sinkende Netzentgelte und nur wenige Preisanpassungen zum Jahreswechsel sprechen dafür, dass Gas für Verbraucher 2018 zunächst günstig bleibt. Der Großteil der rund 800 Gasversorger in Deutschland will seine Preise stabil halten. Auf mittlere Sicht könnte es jedoch auch bei den Gaspreisen wieder nach oben gehen. Dafür gibt es zwei Anzeichen: Zum einen hat sich Rohöl zuletzt wieder verteuert. Die Endpreise für Öl und Gas hängen zwar nicht mehr unmittelbar zusammen, doch ist Rohöl noch immer so etwas wie die Leitwährung auf den Energiemärkten und gibt die Richtung vor.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitag rund 63 Dollar, das ist fast das Jahreshoch. Noch vor einem halben Jahr war ein Barrel Brent-Öl für 45 Dollar zu haben. Das merken auch die Heizölkunden, die schon seit sechs Wochen wieder mehr als 60 € für 100 Liter Heizöl bezahlen müssen. Vor einem Jahr waren die Preise zwar ähnlich hoch, zwischendurch lagen sie aber auch mal bei 51 €.

Im Jahresdurchschnitt hat sich Öl im Gegensatz zu Gas verteuert. Dennoch ist Heizen mit Öl noch immer etwas günstiger als mit Gas, wenn es nur um die Brennstoffkosten geht. Der zweite Grund für tendenziell höhere Gaspreise ist die starke Nachfrage, sowohl international wie auch in Deutschland. In den ersten neun Monaten dieses Jahres kletterte der deutsche Gasverbrauch um neun Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dazu tragen die privaten und gewerblichen Wärmekunden bei, vor allem aber der vermehrte Einsatz von Erdgas in Strom- und Wärmekraftwerken, meldet die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen zum Thema.

Dementsprechend steigen seit Mitte des Jahres die Großhandelspreise für Gas, die ungefähr die Hälfte des Endverbraucherpreises bestimmen. Setzt sich dieser Trend fort, könnte Gas mittelfristig für Verbraucher wieder teurer werden.

Westerwald-Post Süd AW vom Samstag, 30. Dezember 2017, Seite 7 (50 Views)

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